Schlaggenwälder Heimatbrief — Folge 175
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Úmrtní oznámení

Plötzlich und unerwartet verstarb heute mein lieber Mann und guter Vater, Opa, Onkel und Schwager

Karl Kräupner

Kellner i.R.

geb. am 27.8.1914 in Gfell bei Schlaggenwald, Krs. Elbogen

im Alter von 69 Jahren.

In stiller Trauer:
Anna Kräupner, geb. Klötzl
Meinhard Kräupner und Tochter Christina
Franz Klötzl und Ehefrau
und alle Verwandten

Landau, Max-Slevogt-Str. 17, den 13. Februar 1984.

Die Trauerfeier fand am Donnerstag, den 16. Februar 1984, um 15 Uhr auf dem Friedhof in Landau statt.

Svobodný jako pták

Vogelfrei

Am Eisenvorhang, nah dem Tal
sind, Gott sei Dank, auch dieses Mal,
schon zeitig früh, wie jedes Jahr,
der Herr sowie Frau Adebar.

Sie richtet nun ganz allgemach
das alte Nest auf hohem Dach,
indessen er mit wachem Sinn
späht dauernd nach der Eger hin.

Dann schwingt er sich ins Himmelblau,
Minen unten und Drahtverhau,
von Nord nach Süd das graue Band,
wie es durchfurcht ein schönes Land.

Herr Adebar hat keine Acht
vor irgenwelcher Supermacht,
über Türme, über Posten
gleitet weiter er nach Osten.

Er rastet dort im Auengrün,
wo bunt am Fluß die Blumen blüh'n,
und schnappt aus Böhmen sich direkt
ein Fröschlein ganz ohne Respekt.

Zur Gattin dann daheim er spricht:
„Du glaubst es, meine Liebe, nicht,
noch immer ist die Welt entzweit,
man kann es sehen weit und breit.

Möchtest du nach drüben kreisen,
mußt du über Wehr und Eisen.
Sei froh, daß du ein Storch nur bist,
weil das gewiß am besten ist!

Hoch sich in die Lüfte heben,
über alle Mühsal schweben,
das Herz bleibt leicht, sehr leicht dabei,
so ist doch nur der Vogel frei."

Hermine Walter, geb. Palm

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