Schlaggenwälder Heimatbrief — Folge 175
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Velikonoce ve svatém roce vykoupení 1983/84 – V kříži je naděje a spása

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sündenvergebende Kraft aus dem Opfertod Christi am Kreuze schöpft. Es war doch eine kraftvolle Frömmigkeit, wenn der Vater vor der Mutter und die Mutter vor dem Vater niederkniete, auch in Gegenwart der Kinder niederkniete und um Verzeihung bat, bevor sie zur Osterbeichte gingen. Kannst Du noch die gläubige Haltung aufbringen, wenn Dich Krankheit, Schmerz und Leid treffen, zu sagen: Ich nehme es an als mein persönliches Kreuz und will es tragen gemeinsam mit dem kreuztragenden Herrn für den Frieden und die Rettung der Welt? Schmückt auch in der neuen Heimat das Kreuz die Gräber Deiner Toten und macht so deutlich, daß hier ein Christ bestattet ist, der der Auferstehung entgegenharrt?

Und noch eine letzte Frage: Bist Du bereit auch in der Öffentlichkeit für das Kreuz einzutreten, wo man das Kreuz aus den Schulen und Gerichtssälen entfernt hat oder wo es als Denkmal auf Plätzen und Wegkreuzungen steht, oft beschmiert und geschändet wird, oder wo man stillschweigend zuschaut, wie in unserem Land oder in den Ländern Europas still oder revolutionär das Kreuz durch den Halbmond oder Hammer und Sichel verdrängt wird? Lassen wir uns nicht beschämen durch unsere Glaubensbrüder, die heute in vielen Ländern wegen ihres Glaubens an das Kreuz und für ihre religiöse Überzeugung Verfolgung leiden und viele Opfer bringen.

Schließen aber möchte ich mit einem Wort des Dankes an meine Landsleute, die in den rückliegenden Jahrzehnten an vielen Orten Flüchtlingskreuze als Zeichen ihres Glaubens und als Zeichen aller erlittenen Not aufgerichtet haben und diese heute oft unter großen Opfern erneuern, wenn sie unter den Unbilden der Witterung Schaden gelitten haben. Leben und handeln wir aus dem Glauben: Stat Crux — dum volvitur Orbis! Das Kreuz steht, auch wenn der Erdkreis erschüttert wird.

So wünsche ich Euch auch bei aller Angst und Unsicherheit unserer Zeit „Gesegnete Ostern und ein frohes Alleluja!"

Prälat Dr. Karl Reiß
Apostolischer Protonotar

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Stesk na jaře

Wehmut im Lenz

Die Knospen sind gesprungen, der Frühling seinen Einzug hielt.
Man hört die Bienen leise summen draußen im Gefield.
Die Lerchen trillern und schon singt der Star,
und die Launen der Natur sind einfach wunderbar.
Nun ist er da — der Lenz mit seiner Pracht
und über Nacht, ehe wir's gedacht,
der Sommer seinen Einzug hält.
Ist sie nicht herrlich die Natur auf dieser Welt?
Man nimmt wahr all das Schöne und im nächsten Augenblick
kehrt man in Gedanken versunken mit Wehmut in die Heimat zurück.
Man denkt immer noch daran, wie es damals einst war,
das Kommen und Gehen Jahr für Jahr.
Und drückt Dich die Wehmut noch so sehr —
so wie es damals einst war, wird's nimmermehr!

Anni Zimowski, geb. Wawersich

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