Schlaggenwälder Heimatbrief — Folge 171
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Město Auerbach zve na oslavy

Die Stadt Auerbach ladet ein

Der nachstehenden Einladung an uns Schlaggenwalder und den dazugehörigen Ortschaften, sollten wir große Beachtung beimessen und diese als eine Ehrung empfinden. Ich appelliere an alle Landsleute, nach Möglichkeit der Einladung zu folgen, um damit unsere Zugehörigkeit als Patenkinder zu beweisen, und daß wir uns auch als ein Teil unserer Patenstadt fühlen. Es wäre angebracht, an dem Festzug in der Egerländer Tracht mitzuwirken. Ich bitte daher die Interessenten, die an dem Stadtjubiläum teilzunehmen gedenken, mir eine kurze Mitteilung zu senden.

Das lokale Treffen der Landsleute in Kahl sollte kein Grund sein von der u. a. Feier fernzubleiben. Es werden sonst ja auch Sonntagsfahrten unternommen. Deshalb dürfte es keine Ausreden geben und wir sollten der Einladung Folge leisten. — Auf nach Auerbach, das muß unsere Losung zum 25. und 26. Juni sein!

„Die Stadt Auerbach in der Oberpfalz hat seit 20 Jahren eine Patenschaft mit einem schnellen Minensuchboot der Bundesmarine. Dieses Boot liegt in der Ostsee in Olpenitz bei Kappeln. Am 25./26. Juni 1983 findet die große Jubiläumsfeier in Auerbach in der Opf. statt, verbunden damit ist auch ein Bürgerfest auf dem Marktplatz. Am Samstag, dem 25. Juni 1983, findet im Sitzungssaal unseres Rathauses eine Festsitzung um 15 Uhr statt. Sonntag, 26. Juni 1983, um 9 Uhr Feldgottesdienst auf dem Marktplatz, gehalten von dem Ehrenbürger unserer Stadt, Herrn Domdekan Dr. Josef Kraus, Bamberg, und um 13.30 Uhr großer Festzug durch die Straßen unserer Stadt.

Wir würden uns freuen, wenn dazu auch viele Patenkinder unserer Patenstadt Schlaggenwald kommen könnten.

Ich lade Dich, Deine Frau Gemahlin, und alle aus Schlaggenwald und Umgebung dazu recht herzlich ein. Wir wären dankbar, wenn Ihr kommen könntet.

Es empfiehlt sich, diese unsere Einladung in der nächsten Ausgabe des Heimatbriefes bekanntzugeben.

Mit freundlichen Grüßen in alter Verbundenheit
Dein Hanni Haberberger, 1. Bürgermeister

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Stesk

Wehmut

Erst gestern noch war ich ein Kind,
so verrann seither die Zeit,
die hoffnungsreichsten Jahre sind
allzu schnell Vergangenheit.

Eben hab ich gespielt, gelacht
bei dem Dorf vorm Waldessaum,
ein bißchen Tag, ein bißchen Nacht,
bald geblieben ist ein Traum.

Aus ihm lächelt mild vor Güte
stets der Mutter Angesicht,
in den Augen aber müde,
lischt allmählich schon das Licht.

Oft will sie mich zärtlich kosen
mit der warmen, weichen Hand,
doch dann ruht sie bleich in Rosen
unter einem Trauerband.

Wenn jetzt vor den Sonnenstrahlen
Schnee und Eis im Lenz vergeh'n,
werden neu die alten Qualen
quer durch meine Seele zieh'n.

Dann muß ich der Wehmut lauschen,
die mich schmerzt mit roter Glut,
denn verhallte Klänge rauschen
immer noch in meinem Blut.

Hermine Walter, geb. Palm

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