Schlaggenwälder Heimatbrief — Folge 166
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Vánoční poselství: vzpomínka na domov a starosti o dnešek

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nehme an, es ist im Sinne aller Leser des Heimatbriefes, wenn ich allen diesen Landsleuten in der Fremde unsere guten Wünsche und herzlichen Grüße übermittle.

Wenn wir die jetzige Zeit betrachten, so dürfte bei vielen von uns die Sorge keimen, was wird uns die nächste Zeitperiode bescheren. Liest man die Zeitungen, hört den Rundfunk oder sieht fern, so können die verbreiteten Nachrichten einem dazu verführen, anzunehmen, der Krieg stehe unweigerlich vor der Tür. Weshalb wird soviel Angst verbreitet? Soll es das Volk von den vielen Pleiten und dem wirtschaftlichen Niedergang in unserem Land ablenken? Die große Arbeitslosigkeit — wir werden bald die Zweimillionengrenze erreichen — ist für uns, die wir schon einmal eine solche Zeit erlebt haben, noch in guter Erinnerung. Damals waren wir geknebelt und wir konnten keinen derartigen Terror machen, wie es die heutige Generation unternimmt. Da fragt man sich unwillkürlich, wie der innere Frieden denn bei uns in der Bundesrepublik aussehen wird. Dabei ist das deutsche Volk besonders spendenfreudig und gibt viele Millionen nach außerhalb, die dringender bei uns gebraucht werden. Die Parlamentarier sind nicht in der Lage ein Rezept zu finden, wie die jetzige Krise behoben werden könnte. Auch das Türkenproblem muß gelöst werden. Wenn die Bundesrepublik kein Einwandererland sein will, dann sollten sich die Regierenden endlich Gedanken machen, wie man diesen Menschenstrom einhalten kann. Man sollte dem Humanitätsdusel nicht so fröhnen, wie das der Minister Baum in seinem Repertoire zum Ausdruck brachte, in dem er behauptet: Wir haben sie reingeholt, also sind wir auch verantwortlich für ihr Wohlergehen. Das ist doch eine ganz große Unwahrheit. Das Volk hat keine Gastarbeiter geholt, das tat die Industrie und dort sitzen bekanntlich sehr viele Manager aus den Ministerien im Aufsichtsrat. Wenn man die Arbeit in den Industrien richtig eingeteilt hätte, so würde das deutsche Volk heute noch genug zu tun haben. Jetzt wird der deutsche Steuerzahler für Versäumtes zur Kasse gebeten werden, um all die großen finanziellen Löcher in den Staatsfinanzen stopfen zu können. 4,6 Mio. Fremde in der kleinen Bundesrepublik sind fast 10 % der deutschen Bevölkerung. Welches Land hat einen so hohen Anteil an Arbeitssuchenden? Es sind nicht alle, die aus politischen Gründen hier in der Emigration leben wollen. So viele haben niemals das Hitlerdeutschland verlassen und sind in einem einzigen Land untergekommen. Wäre es da nicht an der Zeit, endlich einen Weg zu finden, damit der Zustrom von Wirtschaftsflüchtlingen in die Bundesrepublik Deutschland verlangsamt wird? Noch nie wurde — außer von der Schweiz — uns von einer zuständigen Stelle gesagt, wieviele Ausländer in den anderen europäischen Ländern Aufnahme gefunden haben. Es wäre an der Zeit, daß das Asylantengesetz etwas genauer genommen werden sollte. Die geldlichen Zuwendungen für diese Menschen sind ganz erheblich und belasten den Bundeshaushalt sehr hoch.

Eigentlich sind es betrübliche Gedanken zu dem „Fest des Friedens", wie man die Advents- und Weihnachtszeit nennt. Aber auch darüber müssen Gedanken zulässig sein. Nicht nur der Terror, mit Morden und schweren Sachbeschädigungen sind eine Gefahr für unsere freiheitliche Republik, auch die vielen Demonstrationen, in denen sich die Chaoten austoben, sind beunruhigend. Sollte der jetzige Zustand in der Bundesrepublik tatsächlich Helmut Schmidt angelastet werden können, so hat er seinen Eid als Bundeskanzler nicht ganz gehalten, denn dort heißt es vom Wohlstand zu mehren. Nun, mit 2 Mio. Arbeitslosen kann man beileibe nicht mehr von einem Wohlstand der Nation sprechen. Es wäre ein gutes Weihnachtsgeschenk, wenn die Politiker einen Weg aus der gegenwärtigen Misere finden würden, Arbeitsplätze zu schaffen, und wir wieder ein zufriedenes Volk werden könnten. Möge das Christkind den verantwortlichen Politikern die Erleuchtung schenken. Das wäre mein Weihnachtswunsch und ich nehme an, daß die meisten Landsleute mir beistimmen werden.

So wünsche ich allen Lesern unseres Heimatbriefes ein gesegnetes Weihnachten und zum Jahreswechsel allen recht viel Glück und Gesundheit.

Einen ganz besonderen Dank sage ich allen Spendern, die zur Erhaltung unseres Heimatbriefes große Opfer bringen. Ein weiterer Dank gilt Frau Hermine Walter, die uns mit schönen heimatlichen Gedanken in dem Heimatbrief erfreut. Möge sie uns weiterhin mit ihren Gedanken in die Heimat leiten. Familie Walter hat bisher eine größere Summe als Portogeschenk an mich überwiesen. Dafür bedanke ich mich ganz besonders. Nicht nur Porto ist notwendig, auch Schreibmaterial und Schreibmaschine, Papier usw. Eine solche Spende ist stets eine große finanzielle Erleichterung und gewährleistet die umfangreiche Korrespondenz, die nun einmal mit der Herausgabe des HB verbunden ist.

Richard Brummeissl

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