Schlaggenwälder Heimatbrief — Folge 165
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Den domoviny 1981: americký ministr zahraničí děkuje německým vysídlencům

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einzelner Bevölkerungsgruppen aufgrund von Rasse, Religion, Volkszugehörigkeit, Zugehörigkeit zu besonderen sozialen Gruppen und wegen politischer Anschauungen debattiert würden, so passe dies auch auf die Situation der Deutschen, die seit 1944 fliehen mußten bzw. bis heute vertrieben würden. Vor allem die Spätaussiedler verließen ihre angestammte Heimat, weil sie nicht mehr als Deutsche unter Deutschen leben könnten, und insbesondere ihre kulturelle Existenz gefährdet sei: Sie dürften nicht einmal untereinander die deutsche Sprache gebrauchen.

Auch die innerdeutsche Situation gehöre in diese Debatte, weil die Fluchtbewegung aus Mitteldeutschland durch das politische Zwangssystem der DDR verursacht sei.

Es genüge heute nicht mehr, für die Vertriebenen und Geflüchteten Hilfen zu geben. Das Übel müsse an der Wurzel gepackt werden: Die Staaten, die für Fluchtbewegungen und Vertreibungen verantwortlich seien, müßten angeprangert und mit Sanktionen belegt werden.

Hilfen für Polen müßten z. B. gekoppelt werden mit der Forderung, die Deutschen dort als eigene Volksgruppe leben zu lassen bzw. Ausreisewilligen keine Hindernisse mehr in den Weg zu legen.

Der Bundestagsabgeordnete Helmut Sauer (Salzgitter), Stellvertretender Bundesvorsitzender der Vereinigung der Ost- und Mitteldeutschen der CDU/CSU, hat anläßlich des „Tages der Heimat 1981" an die Bevölkerung appelliert, das ganze Deutschland in allen seinen Teilen als Erbe und Auftrag anzunehmen. Auf zentralen Kundgebungen des Bundes der Vertriebenen und der angeschlossenen ostdeutschen Landsmannschaften in Bad Lauterberg, Gifhorn, Peine und Alfeld vertrat der Unionspolitiker die Ansicht, daß das geschichtliche, kulturelle und geistige Erbe des ganzen Deutschlands durch keine Unrechtsgrenze, politische Trennung und auch nicht durch die kommunistische Propaganda beseitigt werden könne.

Der schleswig-holsteinische Ministerpräsident Stoltenberg begrüßte, daß „das Heimatliche" in jüngster Zeit wieder „soziales Prestige" gewonnen habe. Einem gesunden Geschichtsbewußtsein komme, ebenso wie der „Bindung an Heimat und Vaterland" in einem geteilten Land ganz besondere Bedeutung zu. Rechtlich nach wie vor offen bezeichnete der Vizepräsident des Bundestages, Windelen (CDU), das Schicksal der deutschen Ostgebiete. Die Deutschen seien nicht bereit, von dem Ziel einer Wiedervereinigung abzurücken, nur weil es derzeit utopisch erscheine.

(GNK)

Podzim (báseň)

Herbst

Wieder wirbelt welkes Laub
windverweht, wer weiß wohin,
graugedörrt mit Straßenstaub
raschelt es im Graben drin.

Wieder ist das Nest schon leer,
keine Schwalbe kommt geflogen,
längst ist sie zum blauen Meer
der Sonne nachgezogen.

Wieder stirbt in einer Nacht
des Sommers letzte Rose,
von der kalten Hand ganz sacht
knickt auch die Herbstzeitlose.

Wieder wallen weiße Schwaden
vor dem schwarzen Waldesrand,
und der Himmel eilt beladen
hoch voll Wolken übers Land.

Wieder Kräuselfahnen steigen
rauchig vom Kartoffelfeld,
aber bald ruht schon das Schweigen
fröstelnd auf der müden Welt.

Wieder kriechen durchs Gemüt
die Tage hin mit Scheiden,
wenn sonst das Jahr nur so flieht,
den Herbst muß es durchleiden.

Hermine Walter, geb. Palm

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