Schlaggenwälder Heimatbrief — Folge 155
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Horní Slavkov (Schlaggenwald) – dějiny města očima českých historiků

Horni Slavkov – Schlaggenwald

So schreiben die Tschechen heute über unsere Heimat:

Die alte Bergmannstadt Schlaggenwald liegt in einem langgestreckten Tal 624,3 m über dem Meeresspiegel. Das Tal ist auf seiner westlichen Seite offen und seine Ostseite wird von Erhöhungen (Hügeln) umrahmt, die in vergangenen Zeiten der Mittelpunkt der Bergwerkarbeiten war.

Zwischen tschechischen und deutschen Historikern gab es in der Vergangenheit viel Streit über die Entstehung der Stadt. Es wurde behauptet, die ersten Bewohner seien hier die Deutschen gewesen und nach ihnen vielleicht die Kelten. In der Umgebung von Schlaggenwald wurden jedoch bisnun keine Spuren von altertümlichen Siedlungen der Germanen oder Kelten gefunden, aber in der Umgebung von Elbogen wurden Spuren von altslawischen Siedlungen gefunden.

Der erste Tatbestand, daß das Schlaggenwalder Gebiet von Slawen besiedelt war, welche hier Zinnerz gefördert und gewaschen haben, beweist der arabische Kaufmann Ibrahim Ibn Jakob, der im 10. Jahrhundert einen glaubwürdigen Bericht über die Ausfuhr von tschechischen Zinn auf die europäische Märkte gebracht hat. Es war zweifellos aus dem Schönfelder-Schlaggenwalder Gebiet. In seinem weiteren Bericht sagt er: Die Slawen essen das Fleisch von Kühen und Gänsen, was ihnen zusagt.

Unser führender Historiker František Palacký beweist, daß die Gebiete unserer Stadt im 8. — 9. Jahrhundert von tschechischen Stämmen, den sogenannten (Sedlcané) besiedelt waren, welche sich in der Gegend um die Eger angesiedelt. Ihr Mittelpunkt wurde die Burg Sedlec (Zettlitz) bei Karlsbad. Irgendwann um das 12. Jahrhundert verfiel die Burg Sedlec und statt dessen, aber in viel vorteilhafterer Lage, geschützt von allen Seiten von den Windungen der Eger — die hier ein Flußbett in Form eines menschlichen Ellenbogens ausgewühlt hat, erbauten sie laut den Regeln der mittelalterlichen Baukunst eine steinerne Burg, der der Zufall der Natur selbst den Namen gab.

In der Zeit des 12. Jahrhunderts gründete das mächtige Geschlecht Hrabischitz von Osek die Burg Bečov (Petschau) und wurden Eigentümer dieser Herrschaft, die sich von Marienbad bis Schlackenwerth hinzog. Vom Jahre 1180 — 1253 hat dieses Geschlecht die erste Stelle im Beamtenbereich in Böhmen eingenommen. Das Geschlecht Hrabischitz hat sich auf seinen Besitzungen mit Graben und Schürfen von Erzen befaßt. Darum hatte es in seinem Stadtwappen die gekreuzten Hammer und 7-zahnigen Rechen in der Mitte. Der Rechen war das Abzeichen Graben. Es wellte sich Wasser, das die Unreinheiten abschwemmte.

Der erste hervorragende Mann dieses Geschlechtes war Slavkov (Schlaggenwald), der inmitten der Wälder eine Burg gründete, die nach ihm den Namen erhielt. Weil dieses Geschlecht schon sehr germanisiert war, entstand der Namen Slavkenwald,

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Můj Kaiserwald

Ma Kaisawold

O Kaisawold, ma Kaisawold,
Ich mou oft ua Dich denkn,
Daß ich va Dia ho Fuatgeüh meün,
Dös tout me hei(n)t nu kränkn.

Du woast a Wold, dös mou ma sogn,
A Wold weü niat glei uina.
U wou e a scho gwesn bin,
Ja' sua weü Du is koina.

Dou brausn Bach van Berch ins Tol
U's Veüch grost af da Leitn —
Weü schöi siaht ma deü Dürfa liegn
Drüm af da onan Seitn.

A ui(n)zechs Mal möcht ich bloß nu
Deü Wegla geüh weü freüa,
U schaua ob ba unan Haus
Deü Hulastaun nu bleüa.

U waht da Ostwi(n)d üwa Grenz
Tou e in Tram oft lauschn —
Dau höiat ma, dös könnts ma gla(b)m,
Weü drüm döi Baima rauschn.

Mia touts holt ma(n)chmal sua vül ant,
Ich kannt oft scheüa greina —
O Kaisawold, ma Kaisawold
U als no wecha Deina.

O. Pö.

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