Schlaggenwälder Heimatbrief — Folge 147
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Ulice Sezamová – vzpomínka na dětství v Horním Slavkově

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wurde, wer sich rührte. Als stille, unauffällige Zuhörer der Erwachsenen waren auch uns soziale und gesellschaftliche Bezüge nicht fremd. Wir verbanden sie mit den richtigen Namen — Wort und Erfahrung waren eins.

Heute möchte man — wahrscheinlich glaubt man, es geht nicht mehr anders — Bildung: Sehen und Hören, Denken und Bedenken, Schauen und Beobachten, Wissen und Erkennen auf einer Sesamstraße den Kindern eröffnen. Dabei erdrückt sie die Fülle der Erscheinungen, das Tempo der wechselnden Bilder verwirrt sie. Ihre Erfahrungen erhalten sie aus zweiter Hand und ihre Erlebnisse bleiben an der Oberfläche. In diesen TV-Kursen lernen sie perfekt funktionieren und verkümmern seelisch; und weil sie schon satt sind, kann man sie nicht mehr füttern. Unwirkliche Tier- und Monsterfiguren sprechen auf sie ein, der Kontakt zur Wirklichkeit schwindet und stimmt mit der Sprache nicht mehr überein. Da ist die Tür offen für die verwirrendsten Ideen, die von denen verkündet werden, die von der Wirklichkeit am wenigsten wissen.

Unser Zusammenleben fängt an zu scheitern; zuerst sind die Kinder bedroht, dann die Familien, danach unsere „fortschrittlich-humane Gesellschaft", das Volk.

Wir aber, nehmen das alles ohne Widerspruch hin und fragen zu wenig nach den Ursachen: Wir brauchen eine Heimat im Denken.

20. Januar 1977 H. Jakob

[obr] Der Marktplatz heute in Schlaggenwald

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