Van Durf dah(u)am im Kaiserwald, va dumma u gscheitn Leitn,
va Schlaggawal, va dea(r) Gegnd drüm u va dean åltn Zeitn.
U wenn ich amål mei Küfferl pack u foahr am Spessart zou,
dou sagt döi Tant, sua bal s'mi siaht: „Na waalst nua dou bist, Bou!".
Döi Kinnazeit im Kaisawald, döi woar sua groodua schöi;
dou denkt ma oft, wenns is vabei, döi häit dia(b)m neat vagöi.
Owa die Zeit, döi laßt sie neat zruckdrahn, dou is schu lång za spat,
es bleibt near die Erinnerung, wal se d'Welt fuart weitadraht.
Walter Rinkes (genannt Riesnwalter),
früher Leßnitz Nr. 2, heute: 8430 Neumarkt/Opf., Karl-Speier-Straße 27
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Aus Rabensgrüns Schulchronik
Der aufschlußreiche Auszug aus Rabensgrüns Ortschronik im HB 146 verleitet mich dazu, aus Rabensgrüns Schulchronik, die zu führen die Aufgabe eines jeden Schulleiters war, einiges zu berichten:
Das Schulhaus wurde 1864/65 erbaut, eine Schulgehilfenstelle aber 23 Jahre früher, also 1842, errichtet. Ja, schon viele Jahrzehnte vorher, also im ganzen 19. Jahrhundert und auch schon im 18. Jahrhundert wurde in Rabensgrün Schule gehalten von einem, der des „Lesens, Schreibens und Rechnens kundig war". Da die Schulkinder zu Hause sehr viel in der Landwirtschaft tätig sein mußten, war es meist nur eine „Winterschule", die im November begann und Ende März schon wieder endete, da um diese Zeit im 680 — 700 Meter hochgelegenen Rabensgrün die landwirtschaftlichen Arbeiten erst begannen. Eine längere Unterrichtszeit war dann mit der Errichtung der Schulgehilfenstelle (1842) amtlich vorgeschrieben. — Ein ständiger Schulraum stand nicht zur Verfügung, so daß der Unterricht vor der Errichtung des Schulhauses (1865) abwechselnd in geräumigen Bauern- und Wirtsstuben abgehalten wurde. Der Wechsel erfolgte nach vorher festgelegtem Zeitplan. Es ist da oft recht ergötzlich zugegangen, besonders wenn einer der auch schon damals vorhandenen Rangen die Hauskatze oder das Hündlein nachdrücklich in den Schwanz zwickte und deren Wehgeschrei bei den anwesenden Schulkindern Heiterkeit auslöste, nicht aber beim Schulmeister, dessen Haselstock dann wieder für geordnete Verhältnisse sorgen mußte.
Da sich die Rabensgrüner bis zur Errichtung der amtlichen Schulstelle 1842 ihren Lehrer selber hielten, mußten sie natürlich für dessen Lebensunterhalt aufkommen, was in Zuweisung von Naturalien, Brennmaterial und einem gewissen Entgeld geschah. Mit der Errichtung der Schulgehilfenstelle 1842 erfolgte die Entlohnung des Lehrers durch die Behörde. (Über gewisse Zuwendungen seitens der Bevölkerung — Schlachtschüssel — konnte sich der Lehrer weiterhin erfreuen).
Über den Schulbau berichtet die Chronik folgendes: Als Bauplatz wählten die Gemeinderäte den schlechtesten des ganzen Dorfes, nämlich den sehr abschüssigen Platz unterhalb der Kapelle, ein feuchtes Gelände, auf das niemand sonst hinbauen wollte. Da das untere Dorf auch von Nord nach Süd abfällt, liegt der Bauplatz in einem Wassereinzugsgebiet, das für einen Bauplatz gänzlich ungeeignet erscheint. Trotzdem begann der Schulbau im Jahre 1864. Die untere Hälfte wurde aus dicken Steinmauern aufgeführt. Über den Winter unterbrach man das Bauen. In dieser Zeit füllten sich die unteren Räume mit Wasser zum großen Vergnügen der Schuljugend, die dort ihren Winterfreuden nachging durch Schleifen über das spiegelglatte Eis. Knapp neben dem Schulhaus führte, nämlich eine mittelstarke unterirdische Wasserader zu Tal, die diese Räume „speiste".
Nach Fertigstellung des Schulhauses im November 1865, wobei nur seine obere Hälfte mit Ziegeln gemauert worden war, zeigten sich nun auch bald die „Sünden" der Gemeindeväter: In den Mauern, besonders in der westlichen Giebelmauer, stieg die Feuchtigkeit infolge der Haarröhrchen-Wirkung (Kapillarität) über 3 Meter empor und blieb bis zum heutigen Tage, trotzdem sich die Gemeinde wiederholt bemühte, diesem Übelstand abzuhelfen. Die Abschüssigkeit des Geländes zeigt der Umstand, daß das
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