Schlaggenwälder Heimatbrief — Folge 146
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Ohlédnutí za setkáním v Auerbachu a přání do nového roku

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besonders erfreute und beeindruckt hat. Wenn den Aufnahmen nach, sich auch sehr viel in unserer Heimatstadt verändert hat, so bleiben uns die alten Gäßchen und Plätze doch noch lebhaft in Erinnerung. Vielleicht gelingt es einem Landsmann auch einmal die gesamte Umgebung mit den umliegenden Gemeinden im Bild einzufangen und dann diese uns zu zeigen. Wenn es auch schmerzlich ist, daß es so manches Wegelchen, Steigchen und Plätzchen nicht mehr gibt. Wer wollte schon den Fortschritt aufhalten. Es verändern sich auch hier in der neuen Heimat fast täglich die Landschaften. Schauen wir uns nur einmal die zum Himmel strebenden Bauwerke in unseren Gemeinden an. Man könne annehmen, daß wir ein verkleinertes Amerika aufbauen wollen. Leider mangelt es uns hier am Platz. Nur die Kaltherzigkeit ist allenthalben zu spüren, die uns dieses System bringt. So ist nun einmal der Fortschritt. Das Angenehme, das uns diese Zeit bereitet, verlangt halt seinen Tribut, in dem wir Althergebrachtes aufgeben müssen. Für uns Älteren ist das etwas wehmuthaft, für die jungen Leute modern und zeitgemäß. Wer will ihnen das verwehren. Es darf keinen Stillstand in dem von Menschen beherrschenden Lebensraum geben.
Leider konnten wir bei unserem Treffen diesmal keine ausländischen Gäste begrüßen. Ich nehme an, daß dieses Treffen für die in Übersee lebenden Landsleute zu kurz angekündigt war. Nur Frau Sattek und Frau Luise Kabicher aus Österreich weilten in unserer Mitte, keine Landsleute aus der DDR. Sollte es wieder einmal ein Schlaggenwalder Treffen geben, so bitte ich doch die Angehörigen, die Verwandte drüben haben, sie einzuladen. Es wird uns besimmt gelingen, wie damals, ihnen die Unkosten zu erstatten.

Es soll im kommenden Jahr 1977 das Pfingsttreffen der Sudetendeutschen in Wien stattfinden. Von vielen Landsleuten habe ich vernommen, daß sie diese Gelegenheit wahrnehmen wollen und daran teilnehmen werden. Da wir in Wien und im gesamten Österreichischen Raum viele Landsleute haben, so wäre eine gemeinsame Zusammenkunft eine feine Sache. Ich appelliere daher an unsere Landsleute in Österreich mich zu unterrichten, ob die Wienfahrer Aufnahme finden, und wo wir einen Treffpunkt bekanntgeben könnten. Ich hoffe, daß sich einige Landsleute bereitfinden, die uns die Sehenswürdigkeiten Wiens zeigen. Wir freuen uns auf ein Kennenlernen und auf das gemeinsame Beisammensein. Im nächsten HB will ich dann bekanntgeben, was unsere österreichischen Landsleute zum vorstehenden Anliegen meinen.

Und nun wünsche ich allen Lesern des Heimatbriefes

ein frohes Weihnachtsfest
und ein glückliches neues Jahr!

Euer Herausgeber
Richard Brummeissl

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Vánoce

WEIHNACHT

Ein kleines Dörfchen im Egerland,
es ist Euch allen wohlbekannt.
Es ist nicht groß, jedoch uralt
und liegt am nächsten zu Schlaggenwald.
Die Kapelle, sie steht noch mitten im Ort,
doch die fleißigen Menschen trieb man fort.
Sie mußten verlassen Haus und Hof,
man jagte sie in bitterste Not.
So mancher kehrt wieder, ich kann es versteh'n,
sie wollen noch einmal ihr Elternhaus seh'n.
Doch mit tränenden Augen geh'n sie wieder fort.
Nur Schutt und Asche fanden sie an jenem Ort,
wo sie mit Frau und Kind
zufrieden und glücklich gewesen sind.
Doch nun ist wieder Weihnachtszeit,
zu vergessen und vergeben sind wir bereit.
Das Christkind besucht uns auch im Bayernland,
in Hessen, Baden und im Rheinland.
Es klopft an unsere Türen ganz leise und sacht
und nun wünsche ich Euch allen
eine „gesegnete Weihnacht".

A. Kempf, Lettgenbrunn

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