Schlaggenwälder Heimatbrief — Folge 144
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Věž z žuly na pevné půdě – vzpomínky na Krudum a mládí v Horním Slavkově

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obr] Ein Teil der Leßnitzgasse in Schlaggenwald

Doch über all dieses kommen die Zweifel, ob man heute noch so über das Bächlein, den Berg und das Tal schreiben kann. Kindheitserinnerungen ja — aber ist die Heimat nur das knisternde Feuer im Ofen, die blühende Wiese, der Klang der Osterglocken gewesen?

Jeder kennt über die Dinge Haus, Baum und Gasse hinaus noch dutzendweise andere Bilder, die gerne verdrängt, aber doch auch dazu gehören.

Dazu gehören zum Beispiel die als Bub erlebten Stunden, wenn das Licht- und Feueranmachen an den Nachmittagen der Wintermonate — um zu sparen — noch ein wenig hinausgeschoben wurde. Es gehören dazu die Stunden, in denen mein Vater mich in die Nachbarschaft zum Radiohören mitnahm, weil wir keinen eigenen Empfänger besaßen. Dazu gehört das Bild der Zeitungsleser am Papiergeschäft beim Wolf Karl, denen ihr Einkommen für eine eigene Zeitung nicht reichte; die Arbeitslosenunterstützung — Czechkarten im Wert von 10 Kč, 1 Brot und etwas billiges Ladenfett — wofür sie sich gegenüber anstellen mußten, nur einen kümmerlichen Lebensunterhalt bot. Wie oft politisierten da der Stengl Lois, Markgraf Hans (Fleischer), Beck Franz (Kellner), Waldert Seff, Mürling, Kastel und andere, wenn sie zu uns kamen — wir wohnten damals beim Heinzelschuster am Marktplatz — über den Silberstreifen am Horizont: Ob er kommt? wann? oder — warum er auch diesmal wieder ausgeblieben ist?

Wie oft wurden deshalb erbittert bildhafte Verwünschungen ausgesprochen, die auch in diesen grauen Tagen das Lachen am Leben erhielten: Benesch diesen Lumpen, wenn er erreichbar wäre, mit den Kopf in die Erdöppl in da Bröih z' druckn.

In allen diesen Gesprächen — bei denen mir kein Wort entging — war der Mittelpunkt die Politik, von der es abhing, ob wir Kinder eine bessere Zukunft zu erwarten hatten.

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