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bogen weit um das Schmuckstück der Kettenbrücke und einer bildschönen Burg. Wir grüßen die Felsen Hans Heilings. Wir grüßen das kaiserliche Karlsbad. Wir grüßen die Gefilde fröhlicher Jugend. Wir grüßen die Fluren, die hin zu Deinen Bergen, zum Kaiserwald, zum Erzgebirge, zu den Duppauer Bergen und zu den Kegeln des Böhmischen Mittelgebirges führen, an dessen Füßen Du Dich in die größere Elbe verströmst.
Alles haben wir nicht zurückgelassen, als man uns von Dir vertrieb. Wir nahmen das mit, was göttlich ist in einer Landschaft. Wir nahmen die Seele der Heimat mit in die Ferne. Wir zeigen sie in den Liedern und Tänzen unserer Jugend. Sie spricht, sie singt, sie handelt aus uns. Sie hält — das kann ich hier vermelden — die große, Gemeinde der Sudetendeutschen in einer Bindekraft zusammen, die 30 Jahre nach der Vertreibung stärker als manchmal selbst zu Hause ist. So stehen wir, meine lieben Landsleute, geläutert und vereint an dieser Quelle mit dem Gelöbnis, das wir hier ablegen wollen: Was immer auch kommen mag, welche Stürme auch immer über diese unsere Welt in den nächsten Jahren hinwegfegen mögen:
Wir wollen die Quellkraft der Heimat in unserem Herzen niemals versiegen lassen! Sie soll uns durch gute und böse Stunden führen. Sie soll uns innerlich verbunden halten. Sie soll uns helfen, die höchste Treue zu bewahren. Die Treue zu dem, was vor uns war, die Treue zu dem, was heute unser ist, die Treue zu uns selbst!
Mit diesem Gelöbnis und mit einem Schluck aus unserer Egerquelle grüßen wir von dieser Stelle aus die Egerländer, die Sudetendeutschen in aller Welt! Ihnen rufen wir zu:
„Lang lebe die Liebe zur Heimat."
E. M.
Zum Erntedanktag!
In der sudetendeutschen Landjugendbewegung wurden gerne die Worte zitiert:
Möge die Welt vereisen oder verdorren, der letzte Mensch, der über die Erde geht, wird ein Bauer sein.
Heute hat es vielmehr den Anschein, als ob der Bauernstand der erste aller Berufsstände ist, dem das Grablied gesungen wird.
Das Bauernsterben, nicht nur das biologische, ist an der Tagesordnung. Eine unglaubliche Anzahl von Bauernhöfen wurde in den letzten Jahren liquidiert. Millionen Menschen, die in der Landwirtschaft tätig waren, haben der Bauernarbeit den Rücken zugekehrt. Haben aber an diesem unerfreulichen Zustand nicht auch die zuständigen staatlichen Stellen eine gewisse Schuld, weil sie nicht zeitgerecht schlecht oder überhaupt nicht bewirtschaftete Höfe heimatvertriebenen Menschen anvertrauten, die Bauern und nur Bauern sein wollten, und die alles darein gesetzt hätten, sich in ihrer neuen Umwelt beruflich zu bewähren? Durch so manches bürokratische Verfahren sind gute Höfe verkommen und gingen viele wertvolle bäuerliche (Vertriebenen-) Kräfte verloren.
Schließlich verkörpert der Bauer nicht einen konjunkturbedingten Beruf wie viele andere, die emporschnellen und wieder verebben.
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