Schlaggenwälder Heimatbrief — Folge 111
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Život v Gfellu – vzpomínka na dění v obci (8. pokračování)

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zwar Camillo Schuster, Sohn des Bezirksschulinspektors Wenzel Schuster, der seinerzeit in Flensburg als Musikdirektor tätig war. Ein anderer Gfeller, Franz Simon, ist Berufsmusiker in Torno (Sowjetzone).

Auch in anderen gehobenen Berufen können wir mit zahlreichen Gfeller Landsleuten aufwarten: Josef Klement (Haus Nr. 17), Oberingenieur für Hoch und Tiefbau, Tübingen; Josef Heß, leitender Beamter des Feuerversicherungsvereins „St. Florian" in Eger, zuletzt Darmstadt; Josef Fischer, Fabriksdirektor i. R., Kahl am Main; Josef Tächl, Oberpostmeister i. R., Waldkraiburg; Eduard Heß, Ingenieur für Maschinenbau, Prag; Franz Markof, Bautechniker, Neustadt a. d. Waldnaab; Albert Rohm, Werkmeister, Wieschershöfen; Josef Lenk, Ingenieur, St. Georgen (Schwarzwald); Adolf Hochberger, Obersekretär a. D., München; Adolf Hackl (gefallen), Zollinspektor; Franz Schuster, Bürgerschullehrer, Eger-Königsberg.

Wie diese Übersicht zeigt, waren in Gfell viele höhere Berufe vertreten. Nur dem Bergbau hat sich kein Student gewidmet. Vielleicht lag das an den hohen Studienkosten und der weiten Entfernung der Bergakademien. Zwar zog Schußmeister Johann Wienek nach Gfell und wohnte hier auch lange Zeit, übersiedelte aber dann in die Neudecker Gegend, um dort beim Bergbau unterzukommen.

(Fortsetzung folgt)

Töppeleser zprávy — Veselý Schenkfritz

Töppeleser Nachrichten — Der lustige Schenkfritz

[obr] Friedrich Schenk

Der lustige Schenkfritz. Kurz nach der Gründung der Porzellanfabrik Korb & Malo im Jahre 1908 eröffnete Herr Friedrich Schenk, geb. 19. 9. 1879, aus Schlaggenwald eine Kohlen-Niederlassung am Bahnhof in Töppeles. Die Älteren werden sich noch gut an diesen lustigen, erfolgreichen Geschäftsmann erinnern. Ich bin in der glücklichen Lage, etwas aus dem Geschehen seines zehnjährigen Geschäftsbetriebes zu berichten, weil Herr Schenk sich täglich in der Mittagszeit von 11.30 bis 12.30 Uhr als Kostgänger am Lindnerhof aufhielt.

Weit und breit kannten ihn alle unter dem Namen „der lustige Schenkfritz". Er war gegen jedermann höflich und zuvorkommend, selbst alte Frauen hat er mit „Gnädige" oder „schönes Fräulein" tituliert, der Schalk mit spritzigem Humor war ihm aus den Augen abzulesen. Neben der Porzellanfabrik zählten fast alle Schulen sämtlicher Nachbargemeinden zu seinem Kundenkreis. Die Kohlen für diese Schulen wurden auf Gemeindekosten geliefert, nicht gerade billig. Es waren meistens Steinkohlen aus dem Revier Mährisch-Ostrau oder Braunkohlenbriketts aus dem Falkenauer Revier. Unsere Holzweiber profitierten bei solchen Fuhren, wenn durch das Geschaukel große glitzernde Brocken oder glänzende Würfel auf die Straße fielen.

Während der knappen Erholungspausen hielt sich Herr Schenk gewöhnlich im Bahnhofsrestaurant auf; als lustiger Gesellschafter war er bei den übrigen Gästen beliebt und gerne gesehen. Bei gutem Geschäftsgang waren Bahnvorstand mit Bahnpersonal seine gewohnten Tischgenossen, deren Zechen er oft beglich und als Geschäftsunkosten in seinen Büchern einkalkulierte. Den Bauern mit Beifahrern aus den Nachbarorten hat er bei guter Laune (und die hatte er in der Regel) Geld

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