Schlaggenwälder Heimatbrief — Folge 110
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Umělci a mládež z Gfellu

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obr] Die musikalische Familie von Gfell

Das Bild zeigt von links nach rechts: die Mutter Klara Schöberl, Sohn Manfred (Angestellter bei der Regierung Mittelfrankens), Vater Oskar Schöberl (Polizeimeister in Ansbach), Sohn Siegfried (studiert Hochbau am Polytechnikum in Nürnberg), Sohn Horst (Abiturient und Leutnant d. R., Fremdsprachenstudium an der Universität Erlangen). Wir freuen uns über die Familie Schöberl, die trotz Radio und Fernsehen die gute Hausmusik pflegt.

einst erprobt und eine Schwätzerin hat dieses Geheimnis in einer schwachen Stunde zur Gaude des männlichen Geschlechtes preisgegeben. Der Erfolg einer solchen Behandlung blieb nicht aus. Sie entdeckten die Macht ihrer Figur und ließen uns merken, daß sie mit grünen Jünglingen nicht anbandeln wollten.

„Tanzen müßte man können, um zu imponieren!" In Tickls großer Wohnstube, die schon von früher her der gesellschaftliche Tummelplatz der Dorfjugend war, begann das Gehopse und Geschleife nach den Melodien aus Oskars Zugharmonika. Seine Kunst stand im Anfangsstadium, so daß mancher Mißton den Dreivierteltakt störte. Die Hauptsache war jedoch, daß es rund ging. In der Tickl Marie fanden wir eine bodenfeste Lehrmeisterin, und wem sie in die Arme bekam, der wurde von ihr so lange geschwenkt, bis er die Grundzüge des Tanzes kapiert hatte. Die Mädel machten mit eiskalter Berechnung mit, um sich eine Reserve heranzubilden, die man bei einem eventuellen Rückzug der älteren Elite in Einsatz zu bringen gedachte.

Sowohl das Tanzen als auch Oskars Kunst machten Fortschritte und der Saal — der uns Jugendlichen vorerst noch verwehrt blieb — war das nächste Ziel unseres Drängens. Es kam wie es kommen mußte: Gastwirt Schuster drückte ein Auge zu und an jedem Sonntagnachmittag war der Saal voll „grünes Gemüse", das bemüht war, dem Dasein eine Perle aus der Krone zu brechen. Dem bärbeißigen Polizeimeister in Ansbach jedoch sei gedankt für die schönen Stunden, die er uns in den Entwicklungsjahren mit seiner Kunst bescherte.

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