Schlaggenwälder Heimatbrief — Folge 90
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Poslední školní den před Vánoci ve Gfellu

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obr] Winter 1915 in Gfell

Wir sehen das Gasthaus „Zum Egerländer" mit dem Gastwirt Klement und Frau, dahinter die Volksschule in Gfell. In der Mitte der Gruppe steht der Schöberl Luis als Soldat in österreichischer Uniform. Die Kinder, die vorne auf ihren Schlitten sitzen, haben heute selber schon große Kinder.

Bauern gestempelt. Im Handumdrehen war ein neckisches Fragespiel der Kinder im Gange, welche Partei das Rennen gewinnen wird. Immer dichter fielen die Flocken, bis schließlich die Bauernpartei alle Reserven in das Gefecht warf und damit das Schlachtfeld beherrschte. Mit wehenden Fahnen gingen die streitbaren Häusler ins feindliche Lager über und feierten mit großem Jubel den Sieg des Bauernheeres.

Das Kind im Manne zeigte sich auch beim gestrengen Herr Lehrer. Gutgelaunt erzählte er den Primanern das Märchen von der Frau Holle, wobei auch die älteren Semester als Zaungäste lauschten. Am Schluß des Unterrichtes klang das Wort „Einpacken" heute wie ein Fanfarenstoß. Draußen wirbelte der Wind die Schneeflocken so durcheinander, als ob der jüngste Tag käme. Jauchzend stürmten die Kinder hinaus in das Gestöber: Christbescherung, Ferien und Rodelbahn, Kinderherz, was wolltest du noch mehr?

In diesem Sinn ein frohes Weihnachtsfest und Prosit Neujahr,

Euer Steffl Heinl

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