Wörterbuches der syrischen Sprache. Geboren wurde in Schlaggenwald im Jahre 1518 der Humanist und Sprachforscher Kaspar Knüpfer; er starb im Jahre 1569. Aus Schlaggenwald stammte der Historiker Zacharias Theobald; er schrieb 1609 „Die Geschichte der Hussiten". Der berühmt gewordene Kirchenmaler Elias Dollhopf, geboren im Jahre 1703 in Tachau, gestorben 1773, war lange Zeit Ratsherr und später Bürgermeister von Schlaggenwald.
Nun zu einem Dichter, der im Mittelalter eine poetische Größe war, dessen Name aber fast unbekannt ist: Kaspar Brusch. Kaspar Brusch, latinisiert in Bruschius, wie dies bei den studierten Leuten damals üblich war, wurde am 19. Dezember 1518 in Schlaggenwald geboren. Über sein Geburtsstädtchen läßt sich Brusch wie folgt aus: „Diese stat ist mein liebes Heimat- und Vatterland, in der ich angefangen hab, in diesem Jammertal und elenden jammerlichen Leben zu Leben."
Zwei Jahre nach der Geburt des Knaben übersiedelten die Eltern nach Eger, wo der Vater Schuhmacher und ein geachteter Patrizier war. Das Geschlecht der „Brusch" war einst im Egerland weit verbreitet; es hieß aber ursprünglich bis zu seinem Großvater „Beisser". Seine mütterliche Abstammung weist nach Franken, und diese Verwandtschaft geht auf den Bildhauer Johannes Peysser zurück. Die Familie übersiedelte im Jahre 1529 nach Wunsiedel. Der Junge erhielt seine weitere Grundausbildung an der Lateinschule zu Hof. Am 25. Oktober 1536 wurde der junge Brusch als Scholar in die Matrikel der Universität Tübingen eingetragen, und zwar in der damals für Studenten üblichen und oben schon erwähnten Form Kaspar Bruschius, Egranus, das heißt aus Eger stammend. In Tübingen wurde er mit dem Humanismus bekannt, dort erlebte er auch die Reformation. Brusch gehörte aber weder zur Hochblüte des Humanismus, noch hat er sich mit der Reformation befreunden können. Seine Bedeutung liegt auf dem Gebiet der Dichtkunst. Nach seinem Studium an der Universität Tübingen begann für Brusch ein unruhiges Wanderleben, das ihn in alle Teile Deutschlands, aber auch nach Italien und in die Schweiz führte. Er kehrte aber immer wieder zu seiner Frau Kunigunde, geborene Siebentritt, zurück, um dann weiter von Stadt zu Stadt, von Kloster zu Kloster, von Burg zu Burg zu ziehen, stets forschend und suchend nach Stoff und Material für seine Arbeiten und Veröffentlichungen.
Fortsetzung folgt
Ja, warum hast Du, lieber Landsmann und liebe Landsmännin, noch keinen Heimatbrief-Bezieher gewonnen?
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