Schlaggenwälder Heimatbrief — srpen / září 2012
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Pohostinnost ve staré vlasti

## Gastlichkeit in der alten Heimat
[obr] Das Erinnerungsbild zeigt im Vordergrund Feriengäste (KdF) vor dem Eingang zur „Gastwirtschaft Egerländer" im Jahre 1943. Das Gasthaus stand einmal unten am Zehentplatz neben der Flutbachbrücke, die Hausnummer „300" ist über dem Türrahmen erkennbar. In der hinteren Reihe zu sehen, vlnr.: Veit Annl (mit Hut, etwas verdeckt), Ruppert Marie, Dietrich Anna, Wirtin (mit weißer Schürze), Wesp Margarethe, Dietrich Annl, Dietrich Marie (mit weißer Schürze), Kunzmann Richard; wer kennt den Mann mit Katze (ganz links) und die vier Damen vorn in Bildmitte?

Teď obilí je požato

## Nun ist das Korn geschnitten
Nun ist das Korn geschnitten,
die Felder leuchten fahl,
ringsum ein tiefes Schweigen
im heißen Sonnenstrahl.

Verblüht ist und verklungen,
was duftete und sang,
nur sanft tönt von den Weiden
der Herdenglockenklang.

Das ist, o Menschenseele,
des Sommers heil'ger Ernst,
daß du, noch eh er scheidet,
dich still besinnen lernst.

Ferdinand von Saar

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Z domácí kuchyně

## Aus heimischer Küche
Dieses Mal setzen wir die Reihe einfacher Gerichte, die man aus heutiger Sicht geringschätzig als „Arme-Leute-Essen" bezeichnen könnte, mit zwei damals durchaus gängigen „Spezialitäten" fort. Dabei stehen wieder unsere „Eadeppl" im Vordergrund. Man nehme also bei

Wåssaschlankl (Stoppala)
gekochte Kartoffeln, gepreßt oder gerieben, ein Ei, Mehl und Salz – Menge(n nach Erfahrung –, forme aus dem Teig fingerdicke Stränge, teile diese in fingerlange Stücke, lege sie in leicht gesalzenes, kochendes Wasser, bis sie oben schwimmen. Man entnehme sie mit einem Sieblöffel, spüle sie kurz mit kaltem Wasser ab. Mit Zucker, Zimt, gerösteten Semmelbröseln und zerlassener Butter auftischen. Fertig!

Eadepplbiazl
die Zutaten und den Teig wie bei Stoppala, füge aber etwas Mehl hinzu, damit der Teig ein wenig fester wird, walze diesen mit dem Nudelholz auf etwa 2 mm Stärke aus, schneide ihn in handtellergroße, dünne Flecke, lege diese auf einem Leintuch einzeln auf. Dann backe man die Stücke beidseitig auf der blanken Ofenplatte; daß dabei die Biazl hellbraune Blasen aufwerfen, gehört einfach dazu und ist für die Güte des Backwerks ohne Bedeutung. Owa: Fei niat uabrenna låua! Die kleinen „Fladen" werden mit zerlassener Butter eingestrichen und mit Zucker und Zimt serviert. Als willkommene Beigabe dient Kompott. Goutn Åppatit!
Zutaten und Zubereitung können natürlich je nach Gusto verändert werden. F.P.

Voňavá vzpomínka z půdy

## Da goute Gruch aus da Humml
Månchmal spürst dei Heimat lång niat, du denkst schu, sie håut di vagessn u du selwa bist allaa in da Fremm. Af amål is sa wieda dåu, håut si mit an anzighn Wirtla oda mit aran Gruch, der dir gahling in d'Noos neikinnt, wieda zan Dakenna gebm. Wöi bist dåu fråuch, u ållas ümmadümm siaht glei a wing ånnas aus. U du fängst zan Traama ua u zan Spekaliern.
Sua wårs neilich aah. Wåu 's gwesn is, waaß i nimma sua recht. Es kua in da Gnäicht va ran Haasto(dl gwesn sei oda in aran åltn Hüttala. Amend håut as Haa nuch mäiha Kraitala drinna ghått, döi füa d'Leit u fürs Vöich gout san. Månchmal hülft aah d'A(nbülding za woos. Is's nua wöis mogh, d'Haptsåch, es tout aan gout.
Wenn i hålt dånn za sua ran Haahüttala in die Gnäicht kumm, dåu kua ri niat vabeilaffm, dåu mou i stäih bleibm u schnufln; dåu finn i dånn schu wåu a Glunzn, ba dera ich mei Nosn neisteckn kua. U dåu wiad gschnuflt u gschnuflt u ba dera Schnuflarei håut ma dös Gfühl, daß aan ållawal bessa u bessa wiad – ma kennt si schöia drua dagoutern.
Af amål ho i gwißt, vawaa 's ma dåu sua gföllt: Dåu röichts grodsua, wöi in meina Großmutta ihra Humml untan schiefm Dooch. Duat san ua die fuchzeh(n Sackla u Guggan ghängt, u in jedn wår a ånnara Teesurtn drinna.
Dåu werdn a påar amend sogn: Groos, niks wöi Groos! Gåua niat, waal in dian Sacklan is die reina Gsundheit gsteckt. Dian Tee håbm meina Gråußeltern gsåmmlt u sua håbm sa as gånza Gåuha woos Bülligs u Gsunds zan Trinkn ghått.
Döi Såmmlarei is schu bål in Fröihling uagånga, wenn dåu u duat nuch a påar Fleckla Schnäi van Winta üwrig gwesn san. Dåu san af Ranglan u Raa(nlan, wåu sunst niat årgh v(ül gwåchsn is, d'Houflåttichblümla in Trempalan gståndn. Ba dianan is as Såmmln gout gånga, dåu håst schnell a Måsch voll ghått. Wennst dånn damiet hamkumma bist, dåu håut d'Mutta gsågt, daß sie gåua niat wissat, wöi sa ohne unna Hülf firtighwerdn täit mit da Arwat.
Danåuch is's an Summa durch sua weitagånga mitn Zuppm; wöis da Reih nåuch kumma is, waaß i nimma. Ich denk, Kamülln san dånn bål druagwesn. O jemine! Döi wårn schu möihseligh zan Zuppm, dåu håst dürfm niat ei(nfåch drauflåusruppm wöi a Olwara, daß d' schnella firtigh wuarn warst. Döi håbm si sauwa ozuppt ghäiat!
Kamülln kua ma niat soot hobm, håuts dåu va ålln Seitn ghaßn. Kamülln – dös wår, wöi wemma a Wunnawürtl gsågt häit; Kamülln, o Haligha, dåu wenns kaana gab! Dåu schauat ma schöi aus!
U wirklich wåuha: Håst Bauchwäih ghått – wårt nur, kröigst glei an Kamüllntee, dånn gäihts da bål wieda bessa. Håst an bäisn Finga ghatt, der niat haaln håut wolln, waal amend Dreeg neikumma is: Glei in Kamüllntee bodn! Is da a Stuackzuah grissn wuan u du håst van Wäihding bäigt: Tou ma mit Kamülln as Maal ausspölln, glei wiads bessa werdn. U daß die blondn Håua schöi glänzt håbm, speta, wöi ma gräißa wårn, dåu håbm aah zan

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