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da in diesem Jahre der Bergbau vollständig verfiel. Erst in der Zeit des Weltkrieges untersuchte man einzelne Gruben und setzte sie teilweise in Tätigkeit, um das in alter Zeit unerkannt gebliebene Wolfram zu gewinnen, das in der Kriegszeit zur Veredlung der Stähle direkt an das Kriegsministerium nach Wien abgeliefert wurde. Jetzt sind alle Gruben wieder in Stillstand. Bei einer Wanderung in die nähere und weitere Umgebung der Stadt kann man an verschiedenen alten Schuttkegeln, Pingen und Abwässerstollen die ehemalige Tätigkeit des Bergbaues erkennen. Für Geologen und Mineraliensammler gibt es in den Halden genug beachtenswerte Funde.
Die heutigen Bewohner der Stadt ernähren sich durch Gewerbe, Landwirtschaft und Industrie. In letzterer erscheint die Porzellanfabrik von „Haas und Czjzek“, welche die älteste Porzellanfabrik von Böhmen (1792 gegründet) darstellt, am bemerkenswertesten. Die Fabrik liegt an der Reichsstraße Schlaggenwald-Elbogen eine halbe Wegstunde von Schlaggenwald weg, so daß die Abgase ihrer Kamine nicht im geringsten die gesunde Luft im Orte schädigen. Das Unternehmen beschäftigt gegen 600 Arbeiter, hat 10 Brennöfen, einen Kobaltofen und liefert ihr Porzellan in die ganze Welt. Eine zweite Porzellanfabrik „Sommer & Matschak“ liegt an der Reichsstraße Schlaggenwald-Schönfeld und ist jüngeren Ursprungs. Bemerkenswert erscheint auch die Lederindustrie, Loh- und Weißgerberei. Erwähnenswert sind ferner die Schlaggenwalder Bierbrauerei, welche stets für gutes Gebräu sorgt, und einige Reste des alten Zinngießergewerbes, welche immer noch verschiedene Kirchengeräte und Zinnartikel in bester Ausführung liefern.
## Das Reich der Mutter
Der Lehrer spricht von Wald und Flur,
von den drei Reichen der Natur.
„In welches Reich gehört der Hund?“
„Ins Tierreich!“ ruft ein Plappermund.
„Die Rose, das Vergißmeinnicht?“
„Ins Pflanzenreich“, versetzt ein Wicht.
„In welches Reich Granit und Gneis?“
„Ins Steinreich“, spricht ein Naseweis.
„Wohin der Mensch?“ Da wird es still
und keines Antwort geben will.
Der Lehrer hilft. Da fällt ihm ein:
„Wohin gehört das Mütterlein?“
Ein Kleiner hebt die Hand sogleich:
„Die Mutter gehört ins Himmelreich!“
Johann Andreas Blaha (1892-1984),
Priester, Erzieher, Dichter und Maler
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## Awing woos zan Schmunzln ...
Großmutta za da Enkelin: „Du derfst da za dein Geburtstogh va mir a schöins Bouch wünschn!“ – Enkelin: „Super! Dåu wünsch i mir dei(n Spårböichl.“
A Mua za sein Wei(b: „Du wiast di nuch ümschaua, wenn ich amål stirb.“ – Sie, kalt: „Ümgschaut ho i mi schu. Öitza brauchst du nua nuch sterbm.“
Die klana Annl soll an Aufsätz üwa ihra Vurfåhrn schreibm. „Wåu bin i heakumma?“ frägt sa die Mama. „Da Sturch håut di brächt“, is die Åntwuat. „U wåu bist du heakumma?“ frägt as Madl weita. „Mich håut aah da Sturch brächt“, sågt die Mutta. „U die Großmutta, håut döi aah da Sturch brächt?“ buaht die Klana weita. – „Jå, die Oma aah!“ – U sua fängt as Annerl an Aufsätz ua: „In unnara Familie håuts schu seit drei Generationen kaa normale Geburt mäiha gebm.“
Da Maxl kinnt in d'Kich u sågt za seina Mama: „Öitza ho i
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## Das Gewerbe
Mit dieser Anzeigenspalte beenden wir eine Darstellung der städtischen Einrichtungen und des heimischen Gewerbes. Die Serie der Annoncen begann im Heimatbrief Folge 4/2008.
[obr] (bez popisku) (soubor reprodukovaných dobových inzerátů ve frakturové sazbě)
„Bergstadt Schlaggenwald“ als Sommerfrische und Wintersportort 584 m Seehöhe mit den besonderen Sehenswürdigkeiten, dem Rathaus wo auch das städt. Museum untergebracht ist, ferner die beiden Kirchen, Pflug- und Niedermannhaus usw. liegt an der Bahnstrecke Schönwehr-Elbogen-Neusattl. Auch ist die Stadt täglich mehrmals mit der Autobusverbindung Karlsbad – Marienbad erreichbar. – Als Sommerfrische bietet der Ort einen angenehmen Aufenthalt. Gemeinde und Bevölkerung bemühen sich jedweden Wünschen der Sommerfrischler gerecht zu werden. – Die Schlaggenwald umgebenden Hochflächen mit ihrer reinen Höhenluft und vorhandenen Freibadmöglichkeiten wirken besonders günstig auf ihren Besucher. – Landschaftlich abwechslungsreiche Spaziergänge in den städtischen Waldungen und Anhöhen machen einem den Ort lieb und laden zu immer wiederkehrendem Besuch ein.
Elektrizitäts-Unternehmen der Stadtgemeinde Schlaggenwald
liefert Strom zu Licht- und Kraftzwecken. Baut Licht- und Kraftanlagen. Reparaturen rasch und fachmännisch. Lager und Verkauf von elektrotechnischen Bedarfsartikeln wie Material, Apparate, Glühlampen etc. Verkaufsstelle: Rathaus Parterre links. Kanzlei: Marktpl. 14, Tel. 10.
Bei Asthma, Bronchialkatarrh, Husten, Keuchhusten und Influenza: „Dr. Bösraug's (?) Lungenkraut Tee“. Bei Stuhlträgheit, chron. Verstopfung, Fettleibigkeit, Blähungen, Gicht, Hämorrhoiden und bei unreinem Teint: „Mörln (?) origin. Abführpillen“ (Echtes Karlsbader Salz enthaltend) Bei vorzeitigen Alterserscheinungen, Arterienverkalkung, Magen- und Leberbeschwerden, Blutwallungen nach dem Kopfe, Schwindelgefühl: „Spezial Knoblauchsaft u. Gesundheits-Pulver“.
Apotheke Ph. Mr. E. Reis (?), Schlaggenwald bei Karlsbad.
TON-KINO Schlaggenwald
Erstklassige Tonwiedergabe.
Städtische Sparkasse in Schlaggenwald
Mündelsichere Volksgeld-Anstalt.
Uebernimmt Spareinlagen zur bestmöglichsten Verzinsung.
Mechanische Bau- und Möbeltischlerei Alfred Edl,
Schlaggenwald, Graben.
Besteingerichtete Werkstätte am Platze.
Herren- und Damenfriseur-Salon ADOLF PUTZ, SCHLAGGENWALD
Marktplatz, neben dem Rathaus.
Dauer- und Wasserwellen in erstklassiger Ausführung.
siebm Flöign daschlogn, drei Mannla u vöia Weiwla.“ – Mutta: „Nu sua woos! Wöi kinnst an dåu drauf?“ Da Bou: „Gånz ei(nfåch, dreia san am Böiaflaschl gsessn u vöiara uan Spöigl.“
A öltara Frau kinnt in ara Zoohåndlung u schaut si die v(üln Vöicha ua. Vuran Påpageiankäfigh bleibt sa stöih u frägt nei: „Nu, du schöina bunta Vuagl, kuast an du aah riadn?“ – Drauf da Påpagei: „Nu, du ålta Kräuha, kuast du aah flöign?“
Heimat hat Bestand!
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