Die Gnädigha am Obstståand: „Sind das auch wirklich deutsche Äpfel?" – Da Handla: „Wolln Sa sa essn oda sich mit ihnan untahåltn?"
Da Lederer Max is wegha W(üldarei za fünf Monat Håft vadunnat wuadn. Richter: „Wolln Sa die Stråuf glei ositzn?" – Da Max treiherzigh drauf: „Naa, wenn sich's måchn ließat, löiwa in da Schonzeit!"
## Aus heimatlicher Küche
Wenn auch and're Zeiten walten,
beim Rezept bleibt man beim alten!
Wiener Beuschel, sauer: Herz, Lunge, Leber und Zunge werden mit geschnittenen Zwiebeln, Pfefferkörnern und Lorbeerblatt, aber ohne Salz (sonst wird die Leber hart!), weichgekocht. Dann die Suppe abseihen, mit Einbrenne verdicken, salzen und mit reichlich Essig abschmecken. Das „Gschling" in feine Streifen schneiden und der fertigen Brühe zufügen. Dazu passen Semmelknödel oder Salzkartoffeln. – Ein herzhaftes Gericht!
## Wöi håmma daham gsågt?
Nicht ganz gut oder trocken (Holz) — zwiezah
belastbar, kräftig, gesund — tak(tfest
wohlgesinnt, zugeneigt — goutmanat
beleidigt — betrobetzt
krumm und schief (Person) — krummbatalua(hm
gescheit, klug — hell af da Plåttn
angeberisch, prahlerisch — gråußtouarisch
naßkalt, frostig, grimmig — rauhmutzigh
aufgeregt, unruhig, ungeduldig — hobalat
schwindelig — dürmisch, damisch
langbeinig — långhaxat
hager, sehr schmächtig — dürrweggat
voreilig, überhastet — däiarat
dumm, verrückt (jiddisch) — meschugge
triefendnaß — tropfatwatschlnåß
wortkarg — maalfaal
wütend — wöitigh
gutschmeckend — nowlschani
erpicht (auf) — ronich (af)
beharrlich zankend, rechthaberisch — neitäitarisch / gawanatschich
nahe (bei) — gnåucht (va)
näher, am nächsten — gnäichta, am gnäichstn
genug (davon) — gnough (davua)
in der Nähe — in da Gnäicht
es ist nahe genug — es is gnåucht gnouch
Man beachte: Der Endmitlaut „g" in der Schreibweise hat mundartlich die Aussprache „ch", die Schreibweise „gh"! Beispiel: genug / gnouch / gnough
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## Diebstahl am Egerlandbrunnen
In der Nacht vom 12. auf 13. Jänner wurde die Figur des Patscher (aus der Ebene der fünf Tanzpaare) mit Gewalt aus der Verankerung gebrochen und gestohlen.
Am Sonntag, den 6.2.2011, bemerkte ein Zeuge gegen 23.00 Uhr, daß sich jemand innerhalb der Einhausung (geschlossene, hohe Bretterwand als Wetterschutz) am Brunnen zu schaffen machte und alarmierte die Polizei. Die Täter, zwei vorbestrafte tschechische Männer und ein Mädchen mit gleicher Nationalität, wurden auf frischer Tat ertappt und festgenommen. Die Diebesbande hatte bereits sechs Figuren aus dem Hochzeitszug herausgebrochen und für den Abtransport bereitgestellt. Die Männer
[obr] (bez popisku) (Egerlandbrunnen v Marktredwitz – vícepatrová kašna s bronzovými figurami svatebního průvodu a tanečních párů)
kamen in Untersuchungshaft, das Mädchen wurde freigelassen.
Die Polizei geht davon aus, daß es die Diebe nicht auf die Figuren als Kunstwerke abgesehen hatten, sondern lediglich auf das Bronzemetall. Aus der Ebene des Hochzeitszuges wurden folgende Figuren mit roher Gewalt aus ihren Befestigungen gerissen und dabei schwer beschädigt: Geiger, Dudelsackspieler und Klarinettist auf der einen Seite und die zwei Bauern und der dünne Schütze auf der anderen Seite. Auch die Figur des Hochzeitsladers wurde demoliert.
Nun steht die Reparatur, soweit möglich, oder der Neuguß der beschädigten Figuren an.
Die Bretterwand der Einhausung und das Gewicht der Figuren stellten sich den Dieben entgegen. So wiegt der Bauer im Pelz z.B. 40 kg, der Hochzeitslader 65 kg, die anderen Figuren je etwa 35 kg.
Die Verbrecher planten offenbar, den gesamten Hochzeitszug abzuräumen. Es wurde beschlossen, mit Fachleuten von Polizei und Sicherheitsfirmen eine wirksame Sicherung des Brunnens herzustellen.
(Aus „Der Egerländer", Folge 2/2011, von Dr. Hatto Zeidler)
In der gleichen Ausgabe der Zeitschrift „Der Egerländer" legt Bundesvürstäiha Alfred Baumgartner dar, daß zur Fertigstellung der Bauarbeiten am besagten Egerlandbrunnen (Plattenverkleidung an der Brunnenumrandung, Einhausung) noch 24.000 Euro fehlen. Hinzu treten nun auch die Kosten für die Renovierung bzw. Erneuerung der gestohlenen und beschädigten Figuren. Das Ziel des Bundes der Egerländer Gmoin (BdEG), den Brunnen in Marktredwitz bis zum Egerlandtag Anfang September 2011 fertigzustellen, kann nur mit Hilfe großherziger Spender erreicht werden.
Der BdEG bittet alle Landsleute um großzügige Unterstützung! Spenden bitte an „Bund der Eghalanda Gmoin e.V.", Konto 810562157 bei der Sparkasse Hochfranken, BlZ 763 500 00. Besten Dank!
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