Schlaggenwälder Heimatbrief — říjen / listopad 2010
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Z domácí kuchyně

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noch besser mit Gänsefett bestrich und mit Salz und Majoran bestreute. Dieses Röst- oder Bähbrot ergab eine schmackhafte Egerländer „Brotzeit". Heute ersetzt der moderne Toaster die inzwischen oft fehlende Herdplatte.
Eine gute Wassersuppe konnte die Bahschnietz zum einfachen, aber delikaten Gericht ergänzen. Man fügte dem kochendheißen Wasser kleingehackten Knoblauch, eine Prise geriebene Muskatnuß, Salz und Pfeffer zu. Die Beigabe von gerösteten Zwiebeln oder/und Brotschnitzeln verfeinerte die Suppe. Natürlich können auch noch andere Zutaten und Gewürze verwendet werden.
Noch heute läuft mir bei der Erinnerung an diese heimische Kocherei das Wasser im Munde zusammen.

Kličky – anekdota

## Winkelzüge – eine Anekdote
In der ehemaligen Bezirkshauptstadt Eger kaufte im Frühjahr 1929 ein Advokat eine Kiste mit zwei Dutzend teuren kubanischen Zigarren in der Trafik. Nach dem Kauf versicherte er die Ware gegen einen eventuellen Feuerschaden bei der Gothaer Feuerversicherung auf Gegenseitigkeit.
Während der nächsten zwei Monate rauchte er die Zigarren mit viel Genuß vollständig auf. Dann machte er bei der besagten Versicherung den ihm entstandenen „Brandschaden" ganz formell geltend. Die Zigarren seien durch eine Serie kleiner Feuerschäden vernichtet worden.
Die Versicherung verweigerte die Schadensregulierung mit der Begründung, die Zigarren wären doch nur bestimmungsgemäß verbraucht worden. Der Rechtsanwalt klagte und, man höre und staune, gewann! Das Amtsgericht Eger stimmte mit der Versicherung überein, daß der Anspruch unverschämt sei, doch ergab sich aus der Versicherungspolice eindeutig, daß die Zigarren gegen jede Art von Feuer versichert seien und Haftungsausschlüsse nicht bestünden. Folglich müsse die Versicherung zahlen, schließlich hätte sie diesen Vertrag selbst unterschrieben, und der Versicherungsschein sei eindeutig. Statt ein langes und kostspieliges Berufungsverfahren anzustrengen, nahm die Gothaer Versicherung das Urteil des Amtsgerichtes Eger an und bezahlte 9.000 Kronen an den Anwalt, der seine Zigarren in, wie es hieß, „zahlreichen Feuerschäden" verloren hatte.
Aber dann drehte die Versicherung den Spieß um. Nachdem der Advokat ihren Scheck eingelöst hatte, erstattete sie Anzeige wegen „24 Fällen von Brandstiftung", alles strafbare Handlungen. Der Anwalt wurde verhaftet. Unter Hinweis auf seine vorherige zivilrechtliche Klage und seine eigenen Angaben vor Gericht wurde er wegen „vorsätzlicher Inbrandsetzung seines versicherten Eigentums" vom Amtsgericht Eger zu einer Freiheitsstrafe von 24 (!) Monaten (ohne Bewährung) und einer Geldstrafe von 82.000 Kronen verurteilt.
(Aus „Der Egerländer", Folge 3/4, 2010)
(Anm. d. Red.: Wenn man glaubt, ganz schlau und ausgefuchst zu sein, kann man leicht auf die Nase fallen. Die Argumente der Kontrahenten verwundern schon sehr. Das Schmunzeln darüber gehört zum Lesegenuß!)

Lívance

## Die Liwanzen
Jeder Mensch, der Bildung hat, ob im Dorfe, in der Stadt,
ob er Jude oder Christ, weiß, was ein Liwanzen ist.
Diese delikate Speise buk nach altgewohnter Weise
eine Frau, wobei ihr Kind – wie die Kinder halt so sind,
zugesehen mit Intresse, so, als ob's im Geist schon esse.
Als nun diese liebe Mutter von dem extrafeinen Futter,
von der heißbegehrten Ware, hatte dreißig Exemplare
fertig schon in einer Schüssel, ging sie an die Luft ein bißl. –
Diese Weile hat genützt Fritzchen, der beim Ofen sitzt.
Eh' die Mama wiederkam, er 'ne Flasche <MAGGI> nahm,
hat mit dieser scharfen Schmiere – glaubt nicht,
daß ich phantasiere –
die schon fertigen Liwanzen eingeschmiert
schön all' die ganzen.
Stolz sieht er, was er getan, aber, aber, was kommt dann?!
Endlich kam die Mutter wieder, es fuhr der Schreck
ihr in die Glieder.
Vor ihr fing es an zu tanzen, als die farbigen Liwanzen
sie erblickte – und dann den Fritzen, der vor Angst
begann zu schwitzen.
„Ach Junge", rief sie zornentbrannt, „was du getan,
ist allerhand,
mich tut's wirklich arg verdrießen, wer soll dieses Zeug
genießen?
Strafen sollte ich dich schwer; hoffentlich machst
es nicht mehr,
wirst so etwas nicht mehr tun, dann soll auch
der Rohrstock ruh'n." –
Zerknirscht der Kleine vor sich schaut, noch voll Angst,
er wird verhaut;
ihn „stößt der Bock", er schluchzend weint:
„Ich hab' es doch nicht bös' gemeint!"
(Aus Kaadner Heimatbrief Nr. 7/2010)

Liwanzen, ein Lehnwort aus dem Tschechischen: livanec = gegossener Teig (Talken), erklärt das Egerländer Wörterbuch von Dr. Hermann Braun mit „in der Pfanne mit Fett herausgebackene Hefeteigstücke". Dieses bekannte böhmische Gebäck diente einem Beitrag „Aus heimatlicher Küche" im Heimatbrief Nr. 3 im Jahre 2005; auch dort ein Anlaß zum vergnüglichen (Nach)Lesen!
F.P.

Trochu něco pro pousmání ...

## A wing woos zan Schmunzln ...
A Wei(b gi(bt a Insarat auf unta „Herz soocht Herz": „Wer bringt Löicht u Wärm za mia?" – Sie håut sich gwunnat: Dåu wår aah Post dabei van E-Werk u van Kuhlnhandla. (Anm.: Für „Wärm" ist auch „Würm" oder „Wirm" gebräuchlich.)

A gungs Ma(dl soucht in da Zeitung unta Chiffre an Partna „zwecks Freizeitgestaltung". Sie håut v(ül Post kröigt. Vawunnat sågt sa za da Mama: „Schau amål hea, a gånza Haufm Bröif, u denk amål, da Papa håut ma aah gschriebm!"

A Wei(b, a richtigha Bisgurn, mou vua Gricht, wal sa inaran Lodn håut woos mitgöihlåua. Richta: „Woos håbm Sa gstuhln?" – Kurza Åntwuat: „A Dosn Pfirsich." – Richta: „Vawaa håm's dees gmåcht?" – Sie: „Wal i hålt Glust drauf ghått ho." – Da Richta fräigt weita, wöi v(ül Pfirsich in da Dosn drin wårn. Sie, påtzigh: „Sechsa". – Richta, ungehåltn: „Dånn möin Sa aah sechs Toogh ins Gfängnis!" – Vuan Urteilsspruch stäiht iah Mua auf, dea daham nix zan Låchn ghått håut, u fräigt as håucha Gricht, ob er nuch woos sogn derf. – Richta: „Um woos gäihts?" – Da Mua, niat zimpaligh: „Sie håut fei aah a gråußa Büchs Arwas gmaust!"

Da Riegl gäiht afd Spårkass u mächt woos mitn Leita bariadn. „Dees gäiht leida niat", sågt die Sekretärin, „der mou nämlich zan Gricht." – U wenn wiad a wieda dåu sei(n?" – Sie drauf: „Da Prokurist maant, amend in zwaa oda drei Gåu(han!"

Wir gratulieren recht herzlich zum Geburtstag und wünschen Gesundheit und Glück zum
92. am 1.12. Fanny Kress (Stark), Caritasheim St. Hedwig, Marienstr. 2, 91275 Auerbach i.d.Opf. – 91. am 4.12. Anna Weinhart (Faßmann), Ingolstädter Str. 245, 80939 München. – 91. am 7.12. Franziska Heinzl (Lochner), Josef-Otto-Kolb-Str. 1, 91275 Auerbach i.d.Opf. – 88. am 21.11. Marianne Schröck, Langwandstr. 12b, 86971 Peiting. – 87. am 5.12. Adolf Jessl, Eckhald 4, 66978 Leimen/Pfalz. – 82. am 21.10. Christiane Fechter (Gf), 60 East 735, South Centerville, Utah 84014, USA. – 82. am 2.11. Josef Wawersich, Trifelsstr. 16, 76846 Hauen-

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