Zeit dient allgemein als Vorwand, sich gegen eine ehrenamtliche Tätigkeit auszusprechen. Es ist höchst bedauerlich, wenn sich so manches Mitglied in jungen und mittleren Jahren verweigert; gesundheitliche und altersmäßige Gründe hingegen verdienen Verständnis.
Nun fand ich in einer eher satirischen Zeitschrift ein Gedicht, das justament Unwillen und Vorurteile nährt und die Ablehnung eines Ehrenamtes geradezu empfiehlt.
„Willst du froh und glücklich leben,
laß kein Ehrenamt dir geben!
Willst du nicht zu früh ins Grab,
lehne jedes Amt glatt ab.
So ein Amt bringt niemals Ehren,
denn der Klatschsucht scharfe Scheren
schneiden boshaft dir – schnipp, schnapp –
auch noch deine Ehre ab.
Wieviel Mühe, Sorgen, Plagen,
wieviel Ärger mußt du tragen,
gibst viel Geld aus, opferst Zeit!
Und der Lohn? Undankbarkeit!
Selbst dein Ruf geht dir verloren,
wirst beschmutzt vor Tür und Toren,
und es macht ihn oberfaul
jedes ungewasch’ne Maul.
Ohne Amt lebst du so friedlich
und so ruhig und gemütlich.
Du sparst Kraft und Geld und Zeit,
wirst geachtet weit und breit.
Drum, so rat’ ich dir im Treuen:
willst du Weib und Kind erfreuen,
soll dein Kopf dir nicht mehr brummen,
laß das Amt doch ander’n – Dummen!“
Um so mehr ist es zu begrüßen, wenn es nach wie vor Gutgesinnte gibt, die in bewährter Manier „bei der Stange bleiben“ und bereit sind, sich freiwillig und unverdrossen um Aufgaben kümmern, deren Erfüllung dann jedermann zugute kommt. Mögen also diese Verse den Leser zwar zum Schmunzeln bringen, aber nicht veranlassen, ihren Empfehlungen zu folgen! Und wenn erst in einer Münchner Zeitung zu lesen ist, daß sich in Bayern jeder dritte Bürger über 14 Jahren ehrenamtlich engagiert und der Wert dieser Tätigkeiten für Staat und Kommunen – man denke nur an die freiwillige Feuerwehr, Beaufsichtigung von Kindern, Schulwegsicherung, Heimbetreuung, Buchbasare u.a.m. – jährlich über sieben Milliarden Euro beträgt, dann kann es doch eigentlich um das Ehrenamt nicht schlecht bestellt sein. Warum sollte gerade das Vereinsleben von mangelndem Interesse betroffen sein?
F.P.
## A wing woos zan Schmunzln...
Da Kårl kinnt in d’Spårkassa, påckt sei(n Spårböichl aus u sågt zan Beåmtn am Schålta: „Sua, ich mächt gäan dees Geld hobm, woos af dian Böichla stäiht!“ Da Mua hintan Schålta sågt nix, schaut an Karl üwa die Brülln ua, gäiht mi’n Spårböichla za sein Schreibtisch, bla(tlt in sein Kassnbouch rim, hult asn Schrånk as valångta Geld u z(ühlt’s an Kårl vüa.
Da Kårl z(ühlt umständlich nåuch, aamål, dånn nuch amål und sei(n Gsicht wiad va lauta Fraad imma brata. Dånn sågt a zan Schåltabeåmtn: „Sua, öitza legh i dees Geld glei wieda ua.“ Dea va da Spårkassa runzlt die Stian u faucht dian komischn Kundn ua, woos dees haaßn soll. Da Kårl drauf: „Nu wissn’S, ich wollt doch nua schaua, ob Sa mei(n Geld aah nuch håbm!“
Da Blumastrauß. A Baua håut in Kårlsbod za tou ghätt u schaut si danåuch die Auslägn van Gschäftan ua. Imma wieda schittlt a
an Kuap, woos dåu ålls zan Kaffm gitt. Uara Scheibm, sua gråuß wöi as Stodltåua daham, bleibt a stäih. Dahinta sua v(ül Bluma, Råusn, Nelkn u ånnara aah.
A netts Frailein unta da Tüa danebm fräigt nan, ob a amend seina Frau niat an Strauß mitbringa w(üll.
Dees waar a Såch, håut sich da Baua denkt, amål woos ånnas für mei Wei(b. Woos wiad an döi füa Augn måchn, döi wiad si gfraan!
Wöi a hamkinnt, håut a vuan Tåua as Seidnpåpier runtatou u gäiht volla Stolz in sein Huaf nei. Dåu kinnt grod die Baiara as da Haustüa – u siaht nan. „Jessas Maria“, röift sa laut, „is dees heint a Toogh! Da Brauna is dämpfigh, die Resl håut si vabröiht, a Sau is am Vreckn u öitza kinnt aah nuch da Mua bsoffm ham!“
Motorisiert. Wöi unna Pfårra im Ålta zougnumma håut, owa schu schwåch afm Bannan wår, håut a sich a Motorradl kafft – aans va die erschtn in unnara einsåman Geghnd. Ålls håut sich gwunnat u d’Leit habm gredt. Aana va di Bauan håut si drüwa sua asdruckt: „Seit unna Herr Pfårra as Motorradl håut, kuast grod nuch sogn ‘Gelobt sei Jesus Christus!’ u schu is a ban Teifl!“
A gungs Eheweii(b kinnt greinat za ihra Schwieghamama gloffm: „Da Wertl is sua gärschtigh za mia. Grod håut a mia nåughgröift, ich soll zan Teifl göih!“ – Die Schwieghamouta pätzigh drauf: „U dåu kinnst du za mia?“
## Schlaggenwalder Heimat- und Geschichtsverein e.V.
Sitz: Auerbach i. d. Opf.
1. Vorsitzender: Heinrich Dilling
Birnbaumer Weg 6, 91462 Dachsbach
Tel.: 0 91 63 / 75 44
Schriftleiter für den Heimatbrief: Franz Pöttig,
Eichtweide 47, 82362 Weilheim i. OB, Tel.: 08 81 / 32 66
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## Mitteilungen
Mitgliederversammlung. Wir machen unsere Mitglieder nochmals darauf aufmerksam, daß die Versammlung am Samstag, den 06.09.2008, im Nebenraum des Kolpingsaales in Auerbach i.d.Opf. stattfindet. Die Tagesordnung haben wir im letzten Heimatbrief veröffentlicht. Um rege Teilnahme der Mitglieder wird gebeten. Heinrich Dilling, 1. Vorsitzender
Hinweis. Besucher, die sich schon am Freitag (abends) in der Patenstadt aufhalten, finden sich im „Café Postillion“ ein. Falls geschlossen, Treffpunkt Hotel „Zum goldenen Löwen“.
Spenden (21.04. bis 20.06.2008):
Fischer Heinrich, Reinheim/Odw., 5,00 €; Gerstner Irmtraud, Hanau, 5,00 €; Kress Fanni, Auerbach, 30,00 €; Kroha Franz, Miesbach , 6,14 €; Lang Frieda, Oberkotzau, 7,67 €; Zeidler Walter, Offenbach/M., 6,14 €. Vielen Dank für die Zuwendungen. Unser Spendenkonto: 206 300, Sparkasse Auerbach i. d. Opf., BLZ 753 519 60.
Änderung der Anschrift. Wir bitten unsere Mitglieder, jede Änderung der Adresse und, falls eine Abbuchungsermächtigung für den Jahresbeitrag erteilt wurde, auch den Wechsel zu einem anderen Geldinstitut mitzuteilen. Bezieher des Heimatbriefes werden gebeten, jede Änderung der Anschrift dem Schriftleiter und dem Helmut Preußler Verlag anzuzeigen. Danke!
Vertreibungsliste 1946. Ergänzend zu den Angaben im EHB 2 und 3/2008: Die Waggonliste ist derzeit nur für die Heimatkreise Elbogen, Falkenau und Graslitz und nur für Transporte in die damals amerikanische Zone erhältlich. Für die sowjetisch besetzte Zone sind bis jetzt keine Unterlagen verfügbar. Bitte beachten!
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