Dějiny našeho rodného města (Rudi Marterer, 1956)
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Dějiny našeho rodného města

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der Bewohner, der sich von der in den benachbarten Dörfern üblichen Mundart der Egerländer wesentlich unterscheidet. Mit dem Aufblühen des Zinnbergbaues wuchs der Ort schnell heran.

Von der Ernennung zur Stadt bis zum Ende der Pflugherrschaft

Schlaggenwald, das bereits 1242 eine Pfarrkirche besitzt, wird 1298 zur Stadt erhoben und mit Nürnberger Stadtrecht ausgestattet, da durch den Zinnhandel mit Nürnberg viele Nürnberger Patrizier in Schlaggenwald Besitz hatten. In einer Urkunde aus dem Jahre 1383 werden die verschiedenen Rechte und Freiheiten der Stadt näher angeführt.

Die Nachfolger Riesenburgs waren für kurze Zeit die Grafen von Gleichen, dann die Junker von Plauen und Meißen, die um 1454 Stadt und Gebiet von Schlaggenwald erwarben. Auch die Grafen Schlick sind in den Akten als Besitzer der Stadt verzeichnet. 1495 trat Sebastian Pflug von Rabenstein die Herrschaft über Schlaggenwald an, um sie 1501 an Hans Pflug weiterzugeben, der 1537 starb. Sein Nachfolger wurde Kaspar Pflug, ein Neffe von Hans Pflug.

Die Pflug'schen Grundherren verbesserten und erweiterten die Bergwerksanlagen durch Errichtung eines hundert Meter tiefen Wasserstollens, dem sogenannten Kaspar-Pflug-Erbstollen, der die Erzgruben wasserfrei hielt und den Bau kostspieliger Wasserhebewerke ersparte. Die genialste Leistung aber war die Schaffung eines sinnreichen Kanalsystems, das aus künstlich angelegten Teichen im Waldgebiet des Krudums und des entfernten Glatzener Berges durch den Ebmet- und Flößgraben den Bergwerken das erforderliche Betriebswasser lieferte und heute noch die Industrieanlagen und die Städte Schlaggenwald und Schönfeld mit Wasser versorgt. Die Stadt wurde unter der Pflugherrschaft um viele schöne Häuser im Nürnberger Baustil bereichert, die der Nachwelt als Pflughäuser bekannt sind.

Leider nahm die segensreiche Herrschaft der Pfluge ein tragisches Ende. Da sich Kaspar Pflug der protestantischen Bewegung anschloß, kam er im Gegensatz zu der Regierung Kaiser Ferdinand I. Als der Kaiser im Schmalkaldischen Krieg siegte, konnte Kaspar Pflug sein Leben nur durch die Flucht nach Sachsen retten. 1547 beschlagnahmte Kaiser Ferdinand I. seinen Besitz und sein zurückgelassenes Vermögen. Er erklärte Schlaggenwald zur kaiserlich freien Bergstadt mit allen Rechten und Pflichten einer solchen. Gleimzeitig verlieh er Schlaggenwald ein neues Stadtwappen, dessen Ausführung bis in die Gegenwart beibehalten wurde.

Aufstieg zur Zinnmetropole des Egerlandes

Nach der Flucht Kaspar Pflug's erwarb die Stadt die Bergbaubetriebe und führte sie mit großem Geschick und gutem Erfolg weiter.
Handel und Wandel blühten, der Wohlstand der Bürger hob sich und Schlaggenwald wurde durch das Zinn zur reichsten und bekanntesten Stadt in der

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