Im Jahr unsers Heils 1601 den 9. Julii, seines Alters im 56. verschied selig in Gott der ehrenfest, ehrbar und weise Herr Hans Köppel, Bürgermeister allhier und als man zählte . . . . . ., die ehrbar, ehr- und tugendsame Frau Dorothea, seine eheliche Hausfrau, so allhier ruhen. Denen wolle Gott eine fröhliche Urständ zum ewigen Leben verleihen.
Die Inschrift auf der Sockeltafel des Epitaphs wiederholt Esaias, 56. Kap.: Der Gerechte kommt um und niemand ist, der es zu Herzen nehme und heilige Leute werden auffgerafft und niemand achtet darauf . . . . . .
5. Grabstein des Georg Häsler, Bergamtsverwalters in Schlaggenwald, geadelt 9. März 1559, gestorben 24. Oktober 1561. 2·1 m hoch, 1·24 m breit. Über den ursprünglichen Standplatz des Steines berichtet das Schlaggenwalder Gedächtnisbuch, Tom. I, fol. 4: Georg Hessler liegt begraben zur linken hand des altars ausser der kirchen mit einem eingesetzten grabstein und seinen eingehauenen adelswappen. Als im XVII. Jahrh. das Oratorium (jetzt Nebenraum der Sakristei) erbaut wurde, hat man den Grabstein vom Grabplatz entfernt und schließlich in die äußere Friedhofsmauer neben das Dechanteitor gestellt (Abb. 227).
6. Grabstein in der westlichen Kirchhofsmauer mit einem in Bronze gegossenen Epitaph für Elias Günther aus dem J. 1607. Die Bronzeplatte, Nürnberger Arbeit, 0·71 m hoch, 0·39 m breit, ist durch eine gezierte Leiste (Löwenköpfe mit Fruchtfestons) in zwei Felder geteilt. Das obere Feld wird vom Wappen des Elias Günther gefüllt, im unteren steht in 15 Zeilen die metrische Grabschrift:
Hier ruhet sanft in kühler erdt
Elias Günther ehrenwerdt.
ein erbar man in seinem standt,
der ganzen cron Behaim wol bekhandt,
der nicht sein aignen nutz bedacht,
des landes pergkwerchs bests betracht,
demnach er lob und ruhme hat
bey kayserlicher majestat.
ist entschlafen, da er nun war
seines alters 66 jar.
jetzt schwebt sein geist ins himmelsthron
und hat erlangt die ehren cron.
wer nun kombt zu dihs grabes stain,
am besten woll gedenkhen sein.
obiit 6. November anno 1607.
7. Grabstein des Achatius Trötscher, gewesenen Zehentgegenhändlers, und seiner Ehegattin. Das Denkmal stand früher in der Friedhofsmauer nächst dem oberen Tore unterhalb des Glockenturmes. Jetzt im Museum (Abb. 228). Die Steinplatte (Sandstein), 0·89 m hoch, 0·67 m breit, ist mit einer Rahmenleiste umfaßt und führt die Worte Deo soli gloria. In den Stein ist eine Bronzeplatte, 0·575 m hoch, 0·414 m breit, vermutlich Nürnberger Arbeit, eingelassen. Das saubere Gußwerk trägt im oberen Teil von einem Blattkranz umschlossen das Wappen des Verstorbenen und geflügelte Engelsköpfchen als Zwickelfüllungen. Unterhalb schließt sich in einem Rollwerkrahmen die Grabinschrift an, der erst nach ihrer Aufstellung das Sterbedatum des Achatius Trötscher beigefügt wurde:
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