Schlaggenwald einst kaiserlich freie Bergstadt — Horní Slavkov, kdysi císařské svobodné horní město
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Höfen – vesnice nad Loketem

Wohn- oder Ferienhaus, weil sie den neuen und schon wieder heruntergekommenen Wohnsilos von Neusattl, Grünlas oder sonstwo zu entkommen trachten und auch im realen Sozialismus etwas Eigenes besitzen wollen.

Höfen zählte 1898 mit dem Schießhaus im Geiersbach 34 Häuser mit 181 Einwohnern. Es entstand aus dem zur Elbogener Herrschaft gehörenden Zehnthof „Der Puchelbergerhof ob dem heiligen Kreuz", der in der ersten Hälfte des 15. Jhs. genannt wird. Aus der Teilung gingen die drei alten Höfe „Schaffer", „Master" und „Neubauer", durch erneute Teilungen dann die aus 13–28 ha großen und kleineren Bauernwirtschaften bestehende Gemeinde hervor.

Die Bewohner waren alle katholisch. Um 1900 errichtete man an Stelle des alten hölzernen Glockentürmchens eine neue Kapelle; die dazugehörende Glocke, die dreimal am Tag erinnerte, den „Engel des Herrn" zu beten, goß 1731 der Glockengießer Franz Vital in Eger.

Im Jahre 1853 bekam Höfen ein eigenes Schulhaus. Zuvor besuchten die etwa 30 Kinder den Unterricht in Nallesgrün. Die Lehrer Bäumel, Floßmann, Rank, Klier und Franz Böhm unterrichteten an der einklassigen Schule. Lange Zeit gehörte der Ort zur politischen Gemeinde Zech, zur Post und Pfarrei Elbogen. In den letzten Jahrzehnten vor 1946 übten Glassl Gustav, Bräutigam und Gareis das Amt des Gemeindevorstehers aus. Im Dorf gab es seit 1897 die durch Schulleiter Röschenthaler gegründete Freiwillige Feuerwehr und vor 1938 den Bund der Landwirte.

Aus dem 1. Weltkrieg sind Baier Josef und Christl nicht mehr heimgekehrt. Im 2. Weltkrieg beklagte die Gemeinde als Gefallene die drei Brüder Glassl Adolf, Anton und Eduard, ferner Ullsperger Bruno und Ullsperger Franz, als Vermißte Christl Anton, Rohm Josef und Zuleger Ernst.

Zum Abschluß dieses Beitrages seien den beiden Söhnen des Lehrers Böhm einige Zeilen gewidmet. Der Vater Franz Böhm (gest. 1963 – seine Frau Anna starb bereits 1945) stammte aus Bensen in Nordböhmen und war von 1920–26 Lehrer in Höfen. Sein Sohn Franz Xaver, am 21.8.09 in Dotterwies geboren, war im öffentlichen Büchereiwesen tätig und ein sachkundiger Ratgeber in allen Fragen des geschriebenen Wortes und der Volksbildung. Zuletzt Leitender Bibliotheksdirektor in der Generaldirektion der bayerischen staatlichen Bibliotheken, erhielt er 1977 von der Sudetendeutschen Landsmannschaft die Adalbert-Stifter-Medaille, 1979 den Bayerischen Verdienstorden und 1987 für „besondere Verdienste um das öffentliche Büchereiwesen in Bayern, um die Bewahrung des kulturellen Erbes der Sudetendeutschen..." aus der Hand des Bundespräsidenten das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse.

Sein Bruder, Dr. Wolfgang Rudolf Böhm, geboren am 10.7.14 in Dotterwies, war zuletzt Alt-Abt des Stiftes Tepl. Er starb am 13.4.88 in Regensburg und ist im Kloster Speinshart/Opf. begraben. In der alten Heimat wirkte er in Wiesengrund, Petersheim, Staab und Tepl. Durch die Vertreibung kam er nach Regensburg, Halsbach/Obb., München-Allach, Wetzlar, Schönau und Villingen. Er war ein seeleneifriger Priester und Ordensmann und ein heimattreuer Egerländer, den Vertriebenen von vielen Heimattreffen und Wallfahrten bekannt. Auch er war Träger des Bayer. Verdienstordens und des Bundesverdienstkreuzes.

Beide hatten eine besondere Beziehung zur Muttergottes: für Abt Böhm bezeichnend der Buchstabe „M" in blauer Farbe zu Ehren Marias in seinem Abtwappen. Dr. Franz X. Böhm ist der Initiator der Errichtung der Gedenkkapelle für die Opfer der Vertreibung in Peiting in Oberbayern, in der eine nachgebildete Statue der Kulmer Gottesmutter einlädt, die Tradition der Wallfahrten nach Maria Kulm weiterleben zu lassen.

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