Schlaggenwald einst kaiserlich freie Bergstadt — Horní Slavkov, kdysi císařské svobodné horní město
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Pověsti domoviny – Krudum, poklady a černí mužové

Sagen der Heimat
Krudum

Wenn auch nicht der höchste, aber einer der bedeutendsten Berge des Kaiserwaldes ist der Krudum, der sich bis zu einer Höhe von 835 m erhebt. Er bildet einen langgestreckten, die Umgebung beherrschenden Bergrücken, so daß es glaublich erscheint, daß er einmal eine mächtige Befestigung getragen hat. Seine Abhänge sind von düsteren, geheimnisvoll rauschenden Wäldern bedeckt, und in seinem Innern hat in alten Zeiten der Bergmann geschürft. Kein Wunder also, daß Frau Sage sich gerade dieses Berges besonders angenommen und ihn in den Bereich ihrer stillen und nimmermüden Tätigkeit gezogen hat.

Das Schloß auf dem Krudum

Auf dem Rücken des Krudumberges stand in uralten Zeiten ein mächtiges Schloß, das der König einem tapferen Grafen geschenkt hatte, der es einmal samt Geld und Gut seinem einzigen Sohn zu hinterlassen gedachte. Aber der Himmel hatte es anders beschlossen. Denn der junge Graf geriet mit dem Sohn des Falkenauer Grafen in einen Streit und erschlug ihn.

Um diese Tat zu sühnen, zog der reuige Sünder als Pilger nach Rom und suchte dort an heiliger Stätte seine Seele von der großen Schuld zu befreien. Leichteren Herzens, als er gekommen war, verließ er die Ewige Stadt. Als er aber auf dem Rückwege bei Plan durch einen finsteren Wald zog, stieß er auf eine Räuberbande, die ein laut jammerndes Mädchen mit sich schleppte. Der junge Graf besann sich nicht lange und hieb mit seinen vier Knappen so wacker in die Strolche, daß die einen entflohen, die anderen aber tot oder verwundet den Kampfplatz deckten. Dann ließ er die Gefangene von ihren Fesseln befreien und fragte sie: „Wer seid Ihr, damit ich Euch in eure Heimat bringe?" – „Ich bin die Tochter des Falkenauer Grafen", antwortete die Jungfrau.

Es war ein seltsames Spiel des Schicksals, daß der junge Ritter die Tochter des Mannes, dem er so viel Leid zugefügt, aus Räuberhand befreit hatte. Um seine innere Bewegung zu verbergen, fuhr er fort: „Geraume Zeit bin ich der Heimat fern gewesen, da mag sich vieles ereignet haben. Sagt mir, wenn Ihr davon Kunde habt, wie es meinem Vater geht!"

„Böse Nachricht erwartet Euch", versetzte das Mädchen. Obwohl der Graf sie mit Fragen weiter bedrängte, gab sie keine weitere Auskunft mehr. Der Ritter begleitete das Fräulein bis Falkenau, nahm dort rasch Abschied und eilte seinem heimatlichen Berge zu. „Wo ist mein Vater?" war die erste Frage, die er voll düsterer Ahnung an seine Diener richtete. Aber diese standen mit gesenktem Haupt da und schwiegen. Schließlich trat der greise Kastellan vor und sprach: „Herr, achtmal ist die Sonne bereits die Berge emporgestiegen, seitdem wir Euren Vater in der Gruft der Kirche beigesetzt haben." Der junge Graf war auf das tiefste erschüttert. Auf seine nächste Frage, was seinen rüstigen Vater so schnell dahingerafft habe, gaben ihm weder der Burgverwalter noch die Dienerschaft eine befriedigende Antwort. Da verlangte er, in die Gruft geführt zu werden. Als man den Deckel des silbernen Sarges hob, war der Leichnam über und über schwarz, denn der Graf war keiner Fehde oder Krankheit zum Opfer gefallen, sondern durch Gift beseitigt worden.

Der junge Graf war außer sich vor Verzweiflung und wollte nicht mehr an der Stätte weilen, wo ihm so viel Leid widerfahren war.

Er ließ alles Gold, Silber und Geschmeide im Keller des Schlosses unterbringen und ein großes Gastmahl richten. Als alle Gäste vom Weine trunken waren, sperrte der Graf die Tore ab und steckte das Schloß in Brand. Aber nicht nur dieses, auch die umliegenden Waldungen sowie das benachbarte Dorf wurden ein Raub der Flammen. Letzteres war zu

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