Schlaggenwald einst kaiserlich freie Bergstadt — Horní Slavkov, kdysi císařské svobodné horní město
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Kdysi tu byla... slavkovské nářečí

Ausrufe**

- des Erstaunens, der Verwunderung:
Broudāweckn, Herzkaffee! – Das ist ja nicht zu fassen!
Haalichā Schtrāuhsoock! – Heiliger Strohsack!
Nu suā woos! – Na, so was!

- der Verärgerung:
Dreeck u drei Nuß! – Denkste! Pfeifendeckel!
Druck di! – Verdrücke dich, hau ab!
Himml, Schimml, Ei(n)brennmöll! – Ja, zum Donnerwetter!
Mannā, mannā, mannā ...! – Was sagt man denn dazu!
Servus, Kaisā! – Da haben wir den Salat!

Kochrezepte (scherzhaft)

Woos kochst'n heit Gouts? – Was kochst du heute Gutes?
An Tuāp in ānnān u ān Hodān dāzwischn, damit nix uābrennt; oder: gungā Hund u Duāschn. – Einen Topf im anderen und ein altes Tuch dazwischen, damit nichts anbrennt; oder: jungen Hund und Rüben.

Redensarten

Dāu wiād dā Ādlsbröif kaa Luāch kröign – da ist nichts Ehrenrühriges dabei,
diān juckt dā Buckl – der ist übermütig,
ā wing dschalārn göih – sich ziellos herumtreiben,
wenn d'Håckschteck blöihā u d'Hummln bockn – zu keiner Zeit, niemals,
mit dā Zeit blöihā d'Håckschteck – irgendwann ist es soweit,
håut's dich ā bißl? – spinnst du denn?
d'Kinnā u d'Nårrn sogn d'Wåuārāt – Kinder und Narren sagen die Wahrheit,
aus Larifari māchn – aus Leichtsinn machen,
hāll auf dā Plåttn sei(n) – ein kluger Kopf sein,
dāu is Poln offm – das ist eine kritische Lage,
döi fiāht an uā wöi d'Sau ān Be(d)lsoock – die fährt einen aber arg böse an,
deā mecht ā Gsicht wöi ā Schurā – der schaut gar grimmig drein,
dāu is mā's söidich haaß wuān – da wurde mir siedend heiß,
döi zittārt wöi Espmlaub – die zittert wie Espenlaub,
påck deinā sie(b)m Zwatschich zåmm! – packe deine sieben Sachen!

Scherzworte

Ich schtöll mi recht gään zān Essen, wenn i nuā bā dā Arwāt liegn kuā – ich stehe gern beim Essen, wenn ich nur bei der Arbeit liegen kann,
bessā ā Flöich in dā Suppm åls wöi gåuā kaa Fleisch – besser eine Fliege in der Suppe als gar kein Fleisch.

Spottvers

Håns, Schwånz, Kniādldruckā, im ārān Kreizā Kåndlzuckā, im ārān Kreizā schtinkāts Fleisch, is ān Håns sei Leibschpeis –
Hans, Schwanz, Knödlverdrücker, um einen Kreuzer Kandiszucker, um einen Kreuzer stinkendes Fleisch, ist dem Hans seine Leibspeise.

Sprichwörter

Weā nix dāheiāt u nix dāirbt, deā bleibt ā årmā Teifl bis ā schtirbt –
Wer nichts durch Heirat und Erben gewinnt, bleibt ein armer Teufel, bis er stirbt;
fröih aufschtöih u bål heiārn håut nuch nöimāts gschådt –
früh aufstehen und bald heiraten hat noch niemandem geschadet;

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