Schlaggenwald einst kaiserlich freie Bergstadt — Horní Slavkov, kdysi císařské svobodné horní město
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Školství

Auch Priester und Ordensleute erwarben an der hiesigen Lateinschule ihr sprachliches Rüstzeug, so von den
Jesuiten: Christoph Barthl, Ernst Bruno,
Zisterziensern: Josef Steidl, Cölestin Werner,
Weltpriestern: Josef Anton Werner.*)

Aufbau der Bürgerschule

Neben den bisherigen Bemühungen der Ratsherren zur Förderung des Schulwesens machten sich im 18. Jh. die Einstellung des österreichischen Kaiserhauses und seine Bestrebungen bemerkbar. Die Monarchie brauchte für die 50 Millionen Bürger verschiedener Nationalitäten ein gutgeschultes Verwaltungspersonal. Unter Kaiserin Maria Theresia und Kaiser Joseph II. erfuhr das Schulwesen in ihren Ländern nach neuen pädagogischen Erkenntnissen eine wesentliche Verbesserung.

Den Anstoß zu diesem Reformwerk gab im Jahre 1769 der Fürstbischof von Passau. Er brachte eine Denkschrift heraus, welche Kaiserin Maria Theresia veranlaßte, den berühmten Pädagogen Johann Ignaz von Felbingen, Abt des Augustinerklosters Sagan in Schlesien, nach Wien zu holen. Er arbeitete eine „Allgemeine Schulordnung für die österreichischen Erblande" aus, die am 6. Dezember 1774 als erstes „Reichsvolksschulgesetz" veröffentlicht wurde.

In dieser waren drei Schularten festgelegt:
Die Normalschule, aus der später die Lehrerbildungsanstalt hervorging, die Hauptschule als Vorläufer der Bürgerschule und die Gemeine deutsche Schule oder Trivialschule, die bereits der späteren Volksschule ähnlich war. Außerdem wurde die Erteilung des Unterrichts genau festgelegt und verfügt, daß jedes Kind sechs Jahre die Schule besuchen müsse.

Da für das Gelingen der Reform die Ausbildung der Lehrkräfte als wichtiger Faktor erkannt wurde, hat man sie gleichzeitig festgelegt.

Bei entsprechender Eignung genügte schon eine dreimonatige Unterweisung, um an einer Trivialschule unterrichten zu dürfen. Für höhere Schulen bedurfte es eines mindestens sechs Monate langen Kurses. Schulgehilfen konnten sich nach vollendetem 20. Lebensjahr der Lehramtsprüfung unterziehen, wenn sie länger als ein Jahr an einer Schule tätig waren.

Kaiser Joseph II. setzte das Reformwerk fort und ordnete den Schulzwang an. Nach einem „Patent" vom 6. Oktober 1787 sollten in allen Städten, Märkten und auf dem Lande Trivialschulen errichtet werden. Das ergab den Grundstein für den Aufbau der Volksschulen. Der Lehrstoff umfaßte Religion, Lesen, Schreiben und die Grundrechnungsarten mit Schlußrechnen.

Die Bürger der Dörfer, die zum Schlaggenwalder Kirchsprengel gehörten, wie Poschitzau, Gfell, Töppeles, Leßnitz, Stirn, Schönwehr, Rabensgrün und Müllersgrün, waren an einer guten Ausbildung ihrer Kinder interessiert. Sie errichteten Schulhäuser und bemühten sich um gut ausgebildete Lehrkräfte.

In der Stadt verlief die Entwicklung folgendermaßen:
Im Jahre 1836 erfolgte die Trennung der Mädchen von den Knaben. Neben den drei Knabenklassen wurde eine Mädchenklasse gebildet; 1844 kam eine zweite und 1858 eine dritte hinzu. Im Jahre 1868 waren beide Schulen vierklassig. 1869 wurde die Knabenschule und 1880 die Mädchenschule mit der Errichtung der Bürgerschule fünfklassig.

*) Siehe Beitrag „Kirchengeschichte"

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