Schlaggenwald einst kaiserlich freie Bergstadt — Horní Slavkov, kdysi císařské svobodné horní město
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Pivovarnictví – z historie Horní pivovaru

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angenehm riechenden Malzrückstand nach draußen beförderte.

Die Gerste bezog man von den Bauern der Umgebung und aus Mähren, den Hopfen aus dem Saazer Anbaugebiet.

Das Wasser, als Sudwasser wichtiger Rohstoff und als Nutzwasser für eine Brauerei ebenso unentbehrlich, lieferte das im oberen Wiesental entspringende „Seifertsgrüner Bächlein". Unterhalb des Viadukts ließ sich das kristallklare Wasser abzapfen und durch eine Rohrleitung zur Brauerei leiten.

Die Rechte zur Wasserentnahme wurden auf jeden neuen Brauereibesitzer übertragen.

In den letzten Jahren des Zweiten Weltkrieges hat man in Erwartung einer Verschmutzung dieses Wasserlaufs durch die Erzaufbereitung auf der Hub, die dann auch eintrat, die Quellen im Gebiet vor der Rabensgrüner Höhe gefaßt, ein unterirdisches Sammelbecken gebaut und eine neue Wasserleitung durch das Wiesental verlegt.

Da es noch keine Kühlmaschinen gab, diente Natureis zum Kühlen des Bieres. In den frostklirrenden Monaten Jänner und Feber brach die Zeit des Eismachens an. Die „Eismánná", ein Trupp von acht bis zehn kräftigen Männern – lange Zeit mit Willi Dennl als Vormann –, rückten der Eisdecke der beiden unteren der fünf Teiche entlang des Weges nach Leßnitz, besonders aber der des Großen Teiches, zu Leibe. Sie sägten zunächst große Schollen heraus, zerkleinerten sie mit Beilen, fischten diese Stücke dann mit Enterhaken und viel Geschick aus dem Wasser, wuchteten sie über eine Rutschbahn auf einen großen Pferdeschlitten und brachten sie in die Eiskeller bei der Brauerei und bei der „Alten Schule" am Wege zum Kaunitz. Dieses winterliche Ereignis lockte immer eine Schar Buben an. Die „Fahrt" auf einer solchen schwimmenden Eisscholle war ein besonderer Spaß und ein Wintererlebnis zugleich. Mancher mutige oder übermütige Sprung auf eine Eisscholle endete im eisigen Wasser.

Die eingekellerten Eisvorräte reichten ein ganzes Jahr für den Bedarf der Brauerei und zur Versorgung der Wirtshäuser als Bierabnehmer mit Kühleis.

Der gemauerte Eiskeller bei der „Alten Schule" trug obenauf eine aus Holz gezimmerte Scheune. Sie diente zum Abstellen von Wagen, Schlitten und anderen Geräten sowie zum Einlagern von Futter für die Brauereipferde.

Eine unmittelbar gegenüber der Brauerei an der Hauptstraße eingerichtete Werkstatt stellte neue Fässer her und setzte alte wieder instand.

Gründliches Waschen der hölzernen Bierfässer innen und außen nach jedem Gebrauch besorgten die Brauereiknechte. Ausgetrocknete Fässer mußten zuvor „angetrieben", d.h. die Faßreifen wieder auf ihren festen Sitz geschlagen werden.

Regelmäßiges „Pichen", wie es in der Brauereisprache heißt, überzog die Innenflächen der Fässer mit einer dünnen Pechschicht. Sie dichtete ab, entkeimte und unterband die unmittelbare Berührung des Bieres mit dem Faßholz. Zunächst wurde altes Pech durch Einblasen von Heißluft oder Feuer in das Faßinnere abgeschmolzen, dann neues, flüssiges Pech mit Druckluft eingesprüht und durch Schwenken und Rollen auf die Innenwände verteilt. Das Pech war ein Naturprodukt, roch angenehm und wurde aus der Schwarzkiefer (pinus austriaca) gewonnen.

Dieses Verfahren, „Fasslpichn" genannt, führten die „Fasslpichá" am Platz zwischen dem linken Flutbachufer und dem Zehentplatz durch. In einem kleinen Gebäude waren Teerkessel und die Pichgerätschaften untergebracht.

Die Buben aus der Nachbarschaft oder auf dem Schulweg fühlten sich zu dieser Picherei wie magisch hingezogen. Es bedeutete eine Auszeichnung, wenn sie die kleinen Fässer auf feldbahnähnlichen Gleisen hin- und herrollen durften. Das Rollen der großen Fässer entlang der Straße übernahmen die Männer lieber selbst.

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