Schlaggenwald einst kaiserlich freie Bergstadt — Horní Slavkov, kdysi císařské svobodné horní město
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Pošta, železnice a dopravní cesty

Post, Eisenbahn, Verkehrswege
Im Jahre 1850 wurde der Deutsch-Österreichische Postverein gegründet. Schlaggenwald besaß seit 1846 ein Postamt und seit 1869 ein Telegrafenamt. Natürlich gab es schon lange vorher die Möglichkeit, Nachrichten und Postsachen mit der Postkutsche zu befördern, mit der man auch reisen konnte.

Das Postamt war am Marktplatz Haus-Nr. 40 im Erdgeschoß untergebracht. Im ersten Stock befanden sich die Diensträume der Gendarmerie. Neben den Schaltern zur Erledigung der Postgeschäfte, Paketannahme und anderer Dienstleistungen gab es einen Raum für die Handvermittlung aller Telefongespräche. Der weiträumige Zustellbereich des Postamtes erforderte mehrere Postzusteller (Briefträger). Die Zustellbezirke waren zum Teil sehr groß. So umfaßte ein Zustellbezirk über Land die Ortschaften Rabensgrün, Stirn, Leßnitz, Töppeles, Kohlmühle, Gfell und Poschitzau. Wer mit der Lage dieser Orte vertraut ist, kann ermessen, welcher körperliche Einsatz hier Tag für Tag, besonders in schneereichen Wintern, gefordert worden ist.

Seit Beginn des 20. Jhs. war unsere Stadt auch an das Eisenbahnnetz angeschlossen. Das Eisenbahnzeitalter begann in Deutschland 1835 mit der ersten Dampfzugstrecke zwischen Nürnberg und Fürth. Diese großartige Erfindung und vor allem der zügige Ausbau eines Schienennetzes waren von umwälzender Bedeutung für die Erschließung der Landesteile und die Gründung sowie Entwicklung von Industriebetrieben. Im Jahre 1870 konnte als erste binnenösterreichische Bahnlinie mit Dampflokbetrieb der Abschnitt Eger - Karlsbad (- Komotau - Prag) eröffnet werden. Die Stadt Elbogen hatte sich lange, aber vergeblich bemüht, zwischen Falkenau und Karlsbad eine Trassierung entlang der Eger durchzusetzen. Als Trost gestand man der Stadt nur eine Anbindung an diese Bahnlinie zu. Bereits 1877 konnte die Elbogener Lokalbahngesellschaft die etwa 5 km lange „Sekundärbahn" (das ist eine Bahn mit geringeren Anforderungen an die technische Ausstattung) nach Neusattl in Betrieb nehmen. Reisende, die umstiegen, mußten stets durch das Empfangsgebäude gehen, um den Anschlußzug zu erreichen.

Als Besonderheit ist anzumerken, daß dies die erste Nebenbahn in der großräumigen k.u.k. Monarchie gewesen ist.

Für unsere Stadt rückte der Zugang zur „Welt" zwar näher, man konnte damit jedoch noch nicht zufrieden sein. Gegen Ende des 19. Jhs. verfügte Kaiser Franz Josef die Ergänzung des Lokalbahnnetzes. So sollte eine Strecke Karlsbad - Petschau - Marienbad mit einem Flügel Schönwehr - Elbogen gebaut werden. Im Vorfeld gab es Überlegungen für eine Linienführung Schönwehr - Schlaggenwald - Schönfeld - Sangerberg - Marienbad. Diese wurden jedoch nicht weiterverfolgt. Vielleicht waren nicht genügend einflußreiche Interessenten vorhanden oder zu große Widerstände abzusehen.

Nach Vorliegen der Genehmigungen und der vollständigen Planungsunterlagen konnte 1899 mit dem Bau der Strecke Schönwehr - Elbogen begonnen werden. Im Gegensatz zum Abschnitt Elbogen - Neusattl gestaltete sich die Trassenführung schwierig und stellte hohe Anforderungen an die Ingenieure; galt es doch, die Höhenunterschiede einer reizvollen Mittelgebirgslandschaft - von Elbogen = 443 m über NN zum Scheitelpunkt = 620 m über NN hinunter nach Schönwehr = 480 m über NN - durch Dammschüttungen, Abtragung von Hängen und viele Kunstbauten zu überwinden.

Doch lassen wir die Erinnerung zu Wort kommen.

Der Bahnhof Elbogen liegt unmittelbar am Egerufer. Während die Eger den Burgberg und die Altstadt umfließt, wird die Bahnlinie in einem Tunnel unter den Straßenzügen durchgeführt. Anschließend überquert eine Eisenbahnbrücke mit großer Spannweite eine

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