⟵ věta pokračuje z předchozího listu
sie
hätte auch nicht viel verloren, aber ich liebe das junge Geschlecht, weil es ja die Kinder meiner Jugendgenossen sind und weil ich mir vorgenommen habe, selbst lebenslang jung zu bleiben. Mein Lebenslauf ist übrigens in Kürze dargestellt. Als Ministrantenbub habe ich unter dem ehrwürdigen Kreuzherrn Pater Fischer in der Elbogener Dekanalkirche meine Karriere begonnen, dann hat mich das Schicksal aus der Stadt in mein Krudumdorf verschlagen, von wo aus ich aber immer wieder, zuerst als Realschüler und später als Universitätsstudent, in die Stadt zurückkehrte. In diesen Jahren habe ich zusammen mit meiner alten Muhme Annamarie, Gott hab' sie selig, ein schwunghaftes Kompagniegeschäft mit allerlei Beeren und Kräutern getrieben, von welchem Handel meine Reichtümer herstammen, die ich jetzt vorteilhaft in österreichischen Kronen angelegt habe. Nur einmal als ich einen Handkorb (Zistel) voll großer, wunderschön schwarzer Brombeeren im nahen Schlaggenwald von Haus zu Haus schleppte, fand ich keinen einzigen Käufer für diese herrliche Krudumfrucht, sodaß sie am Abend in heller Verzweiflung über das gänzliche Mißlingen meines Unternehmens am Lutschenberg im Straßengraben den Vögeln des Himmels preisgab, die sich lange Zeit daran gütlich taten. Den Preis, zwei Seidel drei Kreuzer, sind mir die Lekermäulchen natürlich heute noch schuldig. Mit Schwarz- und Preißelbeeren aber hatte ich mehr Glück, was mir jenen schmerzlichen Verlust wieder wett machte. Dann aber hat mich die Vorsehung weit fort von meinem Beeren- und Schwammerlwald in fremde Städte und Länder geführt, und zu guter Letzt bin ich in der unglücklichen Wienerstadt hängen geblieben, von der aus ich mich eigentlich nur „alle heiligen Zeiten" einmal durch eine kleine Stilübung in der Elbogener Zeitung bemerkbar machen konnte. Hiezu aber muß ich gleich noch ein kleines Erlebnis berichten.
Als ich vor vielen Jahren einmal in Elbogen weilte, griff ich in einer Rasierstube auf dem Marktplatze nach der Elbogener Zeitung, in der gerade ein von mir gezeichneter Aufsatz unter dem Striche erschienen war. Ich fragte den amtierenden Gehilfen so von ungefähr, wer der Verfasser dieses Aufsatzes eigentlich sei, worauf mir die Antwort zuteil wurde: er kenne ihn nicht, es müsse irgend so ein
věta pokračuje na dalším listu ⟶
Rozdělení textu na listy je odhad — text může o odstavec přetéct na sousední list. Původní znění vlevo je vždy přesné.
Klikni na větu a ukáže se, kde na skenu stojí. Zvýrazňují se celé řádky, ne přesná slova — místo je tedy přibližné.
