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an den Baum gehängt. So durfte ich immer mit dem Fingerhut die Löchlein stechen, die nötig waren, um die Backwaren an die Äste zu hängen.
Wohl alle Mädchen haben sich dieser Beschäftigung mit voller Hingabe gewidmet, so auch ich. Es roch dann sehr lange im Haus nach dem Backwerk, das aber die Großmutter immer unter Verschluß aufbewahrte.
Endlich kam der Hl. Abend. Großvater brachte am frühen Nachmittag ein Fichtenbäumchen heim. Dieses durfte ich schmücken. Da stand die Schüssel mit dem selbstgebackenen Stückchen. Einige davon waren in Stanniolpapier eingewickelt, vom „Reif" in Schlaggenwald gekaufte Schokoladenstückchen, oder sonstiges buntes Zuckerwerk, das an den Baum mußte. Großmutter ermahnte mich, ja nichts davon zu naschen. Aber es hätte dieser Mahnung gar nicht bedurft. Bedächtig schmückte ich den Baum, ließ mich auch durch die Baumnadeln nicht hindern, wenn sie gar zu sehr zwickten und band die Stückchen dann an die Äste. Zu allerletzt, nachdem das Engelhaar angebracht war, wurden die Kerzchen aufgesteckt. Großvater, Großmutter und ich waren sehr zufrieden mit dem Prachtstück. Jetzt waren wir gespannt, was wohl das Christkind bringen würde, und ob es überhaupt etwas gibt. Die Großeltern hatten ja nicht nur mich allein zu beschenken.
Wünsche hätte ich ja viele gehabt, leider war aber das Geld knapp und vieles blieb nur ein Wunsch. Aber es kamen doch einige Päckchen an. Spielsachen waren nicht dabei.
Ich hatte einen weiten Schulweg und im Winter reichte oft der Schnee bis an die Hüfte. So wurde ich mit warmer Unterbekleidung und festem Schuhwerk ausgestattet, was wohl das Wichtigste war. Backwerk, Äpfel und Nüsse gab es obendrein. Man gab sich doch große Mühe, das Weihnachtsfest den Kindern recht feierlich zu gestalten. Ich denke gerne und oft an diese Zeit daheim.
Amalie Fechter
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Heimat
Nur einmal die Heimat noch spüren,
im Wasser, im Sand, an der Luft.
Vielleicht könnt' das Weh ich verlieren,
das ewig nach Hause mich ruft.
Mein Herz kann die Heimat nicht lassen,
die Wurzeln, sie sitzen zu fest.
Im Geist laß dich liebend umfassen,
bleibst mir wie ein Vogel im Nest.
Von Ch. Dechant, Wien
(Eingesandt von Schlossbauer Annl)
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