Rauch herausqualmt und so das Sterben des Erzgebirgswaldes mitverschuldet. Ich war froh, als der pustende Riese hinter uns war. Kaaden schlief grau in grau am jenseitigen Egerufer. Erst um Wickwitz wurde die Landschaft reizvoll, fast so wie früher. Auf den Hängen des lieblichen Tales sind noch immer die schönen Obstgärten und dazwischen der Kirchturm und manch' freundliches Haus. Ich dachte gleich daran, daß mein Vater hierher zum Fischen gefahren war. Manchmal waren wir Kinder dabei. Dann mußten wir Regenwürmer suchen und Heuhüpfer fangen. Es gab viele Fische dort in der Eger, vor allem Aale. Im nahen Bahnwächterhäuschen lebte ein tschechischer Streckenwärter. Seine Frau war drall und gutmütig. Sie zog die fettesten Würmer aus dem Hühnermisthaufen und schenkte uns obendrein die besten Schlatteräpfel. Sie war eine, die die Menschen liebte, alle Sprachen verstand und gerne lachte. Solche Menschen gibt es gottlob überall.
Das kleine Rodisfort hatte in den Nachkriegsjahren auch viel leiden müssen, man konnte es genau sehen. Nur noch vereinzelt stehen seine Häuschen am Flußhang, und die wundervolle historische Holzbrücke, auf die es immer sehr stolz war, hat ein rasendes Feuer ganz und gar verschlungen. Wer weiß, vielleicht hat auch jemand dabei geholfen?! Von Gießhübel-Sauerbrunn sah ich nicht viel, mit dem Auto ist man zu schnell vorbei.
Nach dieser Fahrt zum Erzgebirge an einem Sonntag im Herbst fühlte ich die alte Wunde um die geraubte Heimat schmerzender denn je. Ja, die Straßen waren wirklich gut, aber das sterbende Land . . .
Hermine Walter geb. Palm
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Egerländer Gmoi z' München
Samstag, 14. 10.: 19 Uhr im großen Mathäser-Festsaal Egerländer Kirchweih-Tanz Es spielen die Budweiser und Slowenkas. Kartenbestellungen bei Horst Forelle. Tel. 089-766008.
Sonntag, 5. 11.: 10.30 Uhr St. Paulskirche Totengedenken 14 Uhr, Kleiner Mathäser-Saal Lichtbildervortrag „Das vergangene Jahr der Gmoi München im Bild"
Sonnt., 17. 12.: 14 Uhr im großen Mathäser-Festsaal „Weihnachtsfeier d. Gmoi München".
Voranzeige: Bitte Termin freihalten! 20. — 21. 10. 1990: 80-Jahrfeier der Gmoi München.
Gäste zu allen Veranstaltungen sind herzlich willkommen!
Die Egerländer Gmoi z' München bietet von ihren Verlegungen an:
„Chronik der Egerländer Gmoi München (1910 - 1980)" 432 Seiten, Leineneinband mit über 300 Fotos, Format DIN A 5, Preis DM 40,—
„Rund um den Krudum" (mit Wanderkarte) 10 Geschichten in Egerländer Mundart von Adolf Horner 104 Seiten, Leineneinband - Format 12,5 x 19 cm. Preis DM 15,— und Porto
Bestellungen an: Heini Pascher, Karlsbergstr. 17 a, 8000 München 71, Tel. 089—7557938.
Von diesen Verlegungen sind nur noch Restauflagen vorhanden, die wir dem breiten Publikum wieder in Erinnerung rufen wollen.
Eghalanda Gmoi z' Stuttgart
Sonntag, den 15. 10. 89, ab 15.00 Uhr: Hutza-Nachmittag im Kolpinghaus Bad Cannstatt. ab 18.00 Uhr bis 22.00 Uhr: Kirwa-Tanz mit der Kapelle Erwin Korn.
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