Staatsminister Dr. Glück verlangt Wahrheit über das Vertreibungsgeschehen
Staatsminister Dr. Glück verlangt Wahrheit über das Vertreibungsgeschehen
Auf dem 40. Sudetendeutschen Tag in Stuttgart sagte der Minister am Samstag, Gorbatschows Glasnost habe einen Darm geöffnet, aus dem sich die Forderung vieler Völker nach historischer Wahrheit ergieße. „Die Zeit nach Jalta geht ihrem Ende zu", erklärte Dr. Glück mit Blick auf die „gewaltigen Veränderungen in Ungarn und in gewisser Weise auch in Polen". Mit größter Aufmerksamkeit verfolge er die deutlichen Worte mit denen in Ungarn die Vertreibung der Deutschen verurteilt, die jüngste Vergangenheit aufgearbeitet und die Respektierung von Minderheiten verlangt werde. Auch Rumänien, die DDR, Polen und die Tschechoslowakei könnten sich den bohrenden Fragen der Zeit auf Dauer nicht verschließen.
Die Sudetendeutschen und andere Heimatvertriebene stehen nach Auffassung des Ministers international längst nicht mehr allein. Man habe es mit einer systemüberschreitenden Internationale zu tun, die mit ihrem Streben nach freier Selbstbestimmung einer freiheitlichen Ordnung in Europa zuarbeite.
Auf die Teilung Deutschlands eingehend sagte Dr. Glück, „jämmerlich" erschienen jene Politiker, die die Streichung des Wiedervereinigungsgebotes aus der Präambel des Grundgesetzes fordern, die Einheit der Deutschen für gefährlich halten. Sie bemerkten nicht, daß solche Selbstentäußerung im Ausland oft genug nur auf Spott und Verachtung stoße. Der Minister forderte, sich mit Umsicht und Würde zur eindeutigen verfassungsrechtlichen Lage Deutschlands zu bekennen. Dazu gehöre, daß in Veröffentlichungen staatlicher Stellen die Grenzen so dargestellt und Ortsnamen so gebraucht werden, wie es unseren Rechtsgrundlagen und historischen Tatsachen entspricht.
Die europäischen Verhältnisse sind Dr. Glück zufolge in Bewegung gekommen. Mehr den je seien daher Politiker und gerade auch Außenpolitiker gefragt, die einen festen und weitblickenden Standpunkt in der Deutschlandpolitik vertreten.
Gasthäuser und Wirtschaften in Schlaggenwald
Gasthäuser und Wirtschaften in Schlaggenwald
Man erzählte uns oftmals, daß es in unserer Heimatstadt Schlaggenwald 27 Gasthäuser und Wirtschaften gegeben habe. Damit dürfte unsere Stadt wohl die gastfreundlichste Stadt im ganzen Egerlande, der Einwohnerzahl nach, gewesen sein.
Ich mache den Versuch die bestandenen und bestehenden Gasthäuser aufzuzeichnen.
1. Das „Schützenhaus" (Pinge). Diese Gaststätte gehörte dem Schlaggenwalder Schützenverein. Der Vorstand dieses Vereins war meines Wissens Adolf Völkl. In den 20er Jahren war der Kassier der Neidhart-Tischler, der am alten Markt sein Anwesen hatte und eine Tischlerei betrieb. Dieser holte stets die Pacht der Gaststätte und den Zins der Bewohner des „Steigerhäusl" ab. Es waren etliche Pächter auf dieser Gaststätte. Der letzte war Ferdinand Kreis (Kreis Ferdl). Er und seine Frau waren sehr bekannt wegen ihrer guten Küche, und sie genießen heute noch einen guten Ruf nach dem Aufbau ihrer Pension und Gaststätte in Friedrichstal bei Bayreuth.
2. Gastwirtschaft des „August Kolb", die von der Familie betrieben wurde.
3. Das „Jahnheim". Es wurde vom Deutschen Turnverband in den 30er Jahren neu errichtet; früher war es das Anna-Heim, das der Bergwerksverwaltung gehörte. Bewirtschaftet wurde es bis zur Aufgabe 1938 von der Familie Wegener.
4. Das Gasthaus „Zur alten Post" in der Oberen Gasse. Es war Eigentum der Familie Hahn und wurde auch von ihr bewirtschaftet. Die Landsleute der Oberen Gasse werden es noch gut in Erinnerung haben. Wir aus dem unteren Stadtteilen besuchten es in den Faschingszeiten besonders gerne.
5. Gasthaus „Stadt Wien" (allgemein bekannt). Es gehörte der Familie Reif (G'föllerer) wurde von mehreren Pächtern bewirtschaftet. Im Obergeschoß befand sich ein schöner Saal. Diese Gaststätte war das Vereinslokal des Arbeiter-Turnvereines. Zur Faschingszeit spielte hier jeweils eine Blaskapelle zum Tanze auf, und auf dem Boden ließ es sich gut im
věta pokračuje na dalším listu ⟶
Rozdělení textu na listy je odhad — text může o odstavec přetéct na sousední list. Původní znění vlevo je vždy přesné.
Klikni na větu a ukáže se, kde na skenu stojí. Zvýrazňují se celé řádky, ne přesná slova — místo je tedy přibližné.
