Schlaggenwälder Heimatbrief — Folge 196
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Odpovědi z Bonnu a z bavorské kanceláře na žádost o záchranu církevního majetku

Das Auswärtiges Amt in Bonn antwortet

Das Auswärtiges Amt in Bonn antwortet

614-651.40

Bonn, 31. 3. 1989

Schlaggenwalder Heimat- und Geschichtsverein e. V.,
Nagelbachstr. 53
8164 Hausham

Betreff: Erhaltung kirchlichen Kulturgutes in der ČSSR
Bezug: Ihr Schreiben vom 15. 1. 1989

Sehr geehrte Damen und Herren,

für Ihr Schreiben danke ich. Gleichzeitig möchte ich um Nachsicht dafür bitten, daß Sie so lange auf eine Antwort haben warten müssen. Das Auswärtige Amt mußte aber erst die Stellungnahme unserer Botschaft in Prag abwarten.

Der Botschaft ist der Zustand der sakralen Kunstgüter bekannt; sie hält es aber nicht für angebracht, wenn sich die Bundesregierung mit einem — im Grunde genommen — kirchenpolitischen Sachverhalt befaßt. Hier sollte Raum für Initiativen nichtstaatlicher Organisationen (wie deutscher Kirchengemeinden etc.) sein. Vielleicht bestünde die Möglichkeit, daß Mitglieder Ihrer Organisation bei einer Besuchsreise ins Egerland Verbindung mit dem zuständigen Ortspfarrer aufnehmen und gemeinsam eine Lösung des Problems erarbeiten würden.

Mit freundlichen Grüßen
i. A. Wenske

Bayerische Staatskanzlei

An den
Schlaggenwalder Heimat- und Geschichtsverein e. V.
Sitz Hausham
z. Hd. Herrn Josef Tauber
Nagelbachstraße 53
8164 Hausham

Sehr geehrter Herr Tauber!

Im Auftrag des Herrn Ministerpräsidenten danke ich Ihnen für Ihr Schreiben vom 15. Januar 1989, mit dem Sie ihn von Ihrem Brief an den Bundesminister Hans Dietrich Genscher unterrichtet haben. Zwischenzeitlich hat Ministerpräsident Streibl selbst bei seinem Gespräch mit dem Ministerpräsidenten der Tschechischen Republik das Problem des Verfalls kirchlicher und sonstiger Kulturgüter in den früher von Sudetendeutschen besiedelten Gebieten angesprochen. Damit ist ein erster Anfang gemacht, der auf längere Sicht der Erhaltung der Kulturgüter in den dortigen Gebieten dienen soll.

Ob allerdings eine Verbringung von Kulturgütern, wie in dem von Ihnen dargestellten Fall, in die Bundesrepublik Deutschland möglich sein wird, kann derzeit nicht gesagt werden.

Mit freundlichen Grüßen
i. A. Dr. Baer, Ministerialrat

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