Ein Haushamer wird für Schlaggenwalder aktiv — Josef Albrecht Tauber schrieb Außenminister
[obr] Otto von Habsburg im Gespräch mit Lm. Josef Albrecht Tauber
Hausham. — Außenminister Hans Dietrich Genscher flatterte Post aus Hausham auf den Tisch. Absender ist Josef Albrecht Tauber, der seit einiger Zeit den Schlaggenwalder Heimat- und Geschichtsverein leitet und von dem hochgestellten Politiker wissen möchte, welche Zugeständnisse die tschechischen Behörden in der Frage der Erhaltung kirchlichen Kulturguts zu machen bereit sind. Tauber, der wie von der Heimatzeitung seinerzeit berichtet — zusammen mit einem Redaktionsteam ein Schlaggenwalder Heimatbuch herausgeben will, erheischt vor allem Auskunft über historische Krippenfiguren. Der Haushamer hat von einstigen Schlaggenwaldern gehört, daß die wertvollen Schnitzwerke Beschädigungen und Diebstahl ausgesetzt seien. Tauber bittet Genscher, in Prag zu intervenieren, diesen Kirchenbesitz „im Hinblick auf die sich anbahnende nachbarschaftliche, politische und humanitäre Annäherung an die römisch-katholischen Schlaggenwalder Christen zu übergeben". Die Weihnachtskrippe könnte in der Kirche der Schlaggenwalder Patenstadt Auerbach einen neuen Platz finden, meint Tauber.
Kontakte zu einem anderen prominenten Politiker schloß der Oberstleutnant i. R. jüngst in der Kreuther Hanns Seidel-Stiftung: Beim Neujahrsempfang des CSU-Kreisverbandes konnte Tauber Otto von Habsburg für ein Vorwort zum derzeit entstehenden Schlaggenwalder Heimatbuch gewinnen. Es ist inzwischen eingetroffen. Otto von Habsburg lobt das Vorhaben und schreibt u. a.: „Der Übergang von der Erlebnis- zur Bekenntnisgeneration wird auf diese Weise vorbereitet und durchgeführt".
(Ob von Außenminister Genscher eine Antwort kommt? — R. B.)
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