Nyní jsou Velikonoce! V staré domovině by teď začínalo barvení vajíček a velikonoční bochánky by šířily svou vůni po celém městě. Naše pekárny bývaly hezky rozeseté po městě, takže se vůně mohla šířit široko daleko. Jak byly hospodyně hrdé, když si domů nesly krásně dopečené a povedené velikonoční bochánky. Pyšně stál ve výkladní skříni umělý zajíček ve vysokém ovsu a kolem něj ležela pestrá vajíčka, která se na nás usmívala. K Božímu hrobu chodilo mnoho návštěvníků a velikonoční bohoslužby bývaly vždy hojně navštívené. Bohužel jsme z procesí Vzkříšení už tolik nezahlédli, protože se konalo jen kolem kostela. Dříve se procházelo celým městem, jako o Božím těle. I tehdy tedy docházelo ke změnám ve zvycích. Ale na tyto časy rádi vzpomínáme. Pro nás, tehdejší kluky, byly Velikonoce vzrušující dobou. Chodili jsme se svými karbidkami na Zvonovou horu (Glockenberg), práskali jsme, a rachot bylo slyšet daleko. Bohužel klapačky vyšly z módy. Ale „rumplíři" byli k radosti všech obyvatel velmi čilí. Byl to dojemný pohled, když si klekli k večerní modlitbě a nahlas se modlili Otčenáš. Často jsem to pozoroval u sloupu Nejsvětější Trojice. Dnes už žádné z těchto zvyků v našich bývalých bydlištích neexistují. — Veselé Velikonoce!
Richard Brummeissl
Fronarbeit angehalten. Wer spricht von diesem Terror, der im Frieden — die Kapitulation war ja abgeschlossen — vorgenommen wurde? Damals waren die Amerikaner, die ja unseren Teil besetzt hielten, Zuschauer und haben es geduldet. Leider weiß der größte Teil des amerikanischen Volkes nichts von diesen Grausamkeiten, die unter den Augen der Amerikaner geschehen sind. Aber an der Vertreibung sind sie mitschuldig, und das sollten unsere Vertreter nicht verschweigen, und auch auf diesen Holocaust aufmerksam machen. Da reiste Herr Genscher wieder einmal nach Karlsbad und traf sich mit dem Häuptling der Kommunisten, um mit ihm bessere Bedingungen gegen den Katzengestank, der die Oberpfalz heimsucht, zu beraten. Ich nehme an, daß die Deutschen materiell ihren Beitrag leisten müssen, wenn dieses Übel abgestellt werden soll. Mich wundert es nur, daß er nicht nach Lidice gepilgert ist, um dort zu knien und demutsvoll sein Haupt zu beugen. Er sollte auch einmal nach Aussig fahren und von der Elbebrücke aus einen Kranz für die Kinder und Frauen in den Fluß werfen, die man 1945 mit samt den Kinderwagen hinunterwarf. Aber dazu hat kein Politiker den Mut. Es könnte den Ostbeziehungen schaden. Der SS werfen sie Greueltaten in den Lagern vor. Aber in der Sowjetunion geschehen immer noch die gleichen Taten und darüber verliert die Welt keinen Ton. Dort werden doch die Juden genau so verfolgt. Gibt es da auch eine Entschädigung? Auch die DDR fühlt sich nicht verpflichtet solche Leistungen zu erbringen, die Milliardensummen ausmachen, die die Westdeutschen schon aufgebracht haben und noch aufbringen werden müssen. Was für großes Geschrei setzt ein, wenn ein deutscher Politiker seine Meinung darüber äußert, wenn geldliche Forderungen für die Jahrzehnte zurückliegenden, angeblichen Schädigungen gestellt werden. Wer entlohnt uns, die wir monatelang nach Kriegsende in den tschechischen Konzentrationslagern zu Fronarbeiten gezwungen waren, dort keine Nahrung bekamen und mit Prügelstrafen bedacht wurden? Das interessiert unsere Politiker überhaupt nicht. Anscheinend gehört dieses Thema nicht auf den Tisch, sonst würde das Ostwestverhältnis gestört. Somit sind wir Vertriebenen als Störenfried für allezeit abgestempelt. Die Geschichte wird einmal ein vernichtendes Urteil über die Staatenlenker schreiben, die ein solches Unrecht eingeleitet und geduldet haben.
Nun ist Osterzeit! Das Eierfärben würde in der alten Heimat einsetzen und die Osterlaibchen ihren Duft in der ganzen Stadt ausbreiten. Waren doch unsere Bäckereien gut gestreut gewesen, von denen aus sich der Geruch weithin ausbreiten konnte. Wie stolz waren die Hausfrauen, wenn die Osterlaibchen schön braun gebacken heimgetragen werden konnten, und diese gut geraten waren. Stolz stand der Kunsthase im hohen Hafer im Fenster und die um ihn gelegten bunten Eier lachten uns an. Zum Hl. Grab begaben sich viele Besucher und der Ostergottesdienst war immer gut besucht. Leider haben wir von der Auferstehungsprozession nicht mehr viel wahrgenommen, seit sie nur um die Kirche herum durchgeführt wurde. Früher zog man durch die ganze Stadt, wie an Fronleichnam. So hat es eben damals auch schon Änderungen im Brauchtum gegeben. Aber wir denken gerne an diese Zeiten zurück. Für uns damalige Buben war Ostern eine schöne aufregende Zeit. Da zogen wir mit unseren Karbidbüchsen auf den Glockenberg, ließen die Böller krachen, und weithin hörte man den Schall. Leider kamen die Schlüsselbüchsen aus der Mode. Aber die „Rumpelbuben" waren zur Freude aller Bewohner sehr rege. Es war ein erhebender Anblick, wenn diese sich zum Abendgebet niederknieten und laut das Vaterunser beteten. Oft habe ich es an der Dreifaltigkeitssäule beobachtet. Heute gibt es all diese Bräuche in unseren ehemaligen Wohngebieten nicht mehr. — Frohe Ostern!
Richard Brummeissl
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Antikvární knihy se sudetoněmeckou tematikou
nabízí antikvariát Günther Einhorn, Fürbringerstr. 6, 1000 Berlin 61. V 56stránkovém výběrovém katalogu lze získat knihy již z doby před přelomem století. Katalog je rozdělen do tří částí: zemská a místní historie; národopis a vlastivěda; právo, stát a hospodářství. V místním rejstříku lze podle názvu obce vyhledat díla, která se zabývají vlastním rodným krajem. Katalog nese název „Antiquariatsangebot Nr. 223, Sudetenland/Tschechoslowakei". Odkud antikvariát knihy získává nebo získával, není známo.
Antiquarische Bücher mit sudetendeutschem Bezug
bietet das Antiquariat Günther Einhorn, Fürbringerstr. 6, 1000 Berlin 61, an. In einem 56seitigen Auswahlkatalog sind Bücher schon ab der Zeit vor der Jahrhundertwende zu erhalten. Der Katalog ist in drei Teile gegliedert: Landes- und Ortsgeschichte; Volks- und Heimatkunde; Recht, Staat und Wirtschaft. In einem Ortsregister kann man unter dem Ortsnamen nach Werken suchen, die sich mit dem eigenen Heimatort befassen. Der Katalog trägt den Titel „Antiquariatsangebot Nr. 223, Sudetenland/Tschechoslowakei". Woher das Antiquariat die Bücher bezieht oder bezogen hat, ist nicht bekannt.
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