Schlaggenwälder Heimatbrief — Folge 182
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Zprávy z politiky a rozhlasu

Nachrichten aus Politik und Rundfunk

Sozialminister Franz Neubauer:

„In Bayern über 20 Milliarden DM nach dem Lastenausgleichsgesetz ausgezahlt

1984 rd. 16.000 Neuanträge durch Aussiedler und Zuwanderer

Auch 40 Jahre nach Kriegsende erhalten zahlreiche Bürger unseres Landes noch Leistungen aus dem Lastenausgleichsfonds. Wie Sozialminister Franz Neubauer dazu heute in München mitteilte, zahlten die 28 bayerischen Ausgleichsämter im vergangenen Jahr rd. 340 Millionen DM an LAG-Leistungen. Das seit 1949 in Bayern ausgezahlte Gesamtvolumen beläuft sich damit nunmehr auf über 20 Milliarden DM. Das Schwergewicht der Leistungen liege heute neben der Hauptentschädigung eindeutig bei der Kriegsschadenrente, auf die über drei Viertel der gesamten Auszahlungen entfielen.

Die Gründe dafür, daß die Ausgaben für LAG-Leistungen nur relativ langsam zurückgingen, liegt nach den Worten des Ministers in der Hauptsache an dem anhaltend starken Zustrom von LAG-Berechtigten Aussiedlern und Zuwanderern aus Mitteldeutschland. Insgesamt gingen 1984 bei den Ausgleichsämtern in Bayern rd. 16.000 Neuanträge ein.

Geheime Umfrage in ČSSR erwies: Zwei Drittel der ČSSR-Bürger sehen in Vertreibung keinen Sinn

SN — Ende Juni 1985 veröffentlichte die Bonner Tageszeitung „Die Welt" folgenden Beitrag: „Anfang der achtziger Jahre hat eine bisher unveröffentlichte Umfrage gezeigt, daß etwa zwei Drittel der ČSSR-Bürger in der Vertreibung der Sudetendeutschen keinen Sinn sehen. Vor allem die Generation der Zwanzig- und Dreißigjährigen hält sie und die mit ihr verbundenen Ausschreitungen für eine Verletzung der Menschenrechte.

Die Feierlichkeiten zum vierzigsten Jahrestag des Kriegsendes haben nun diese Diskussion (in der Tschechoslowakei; Anm. d. SN-Red.) wiederbelebt. Die Folge: die offiziellen Massenmedien greifen sie auf. So wird zwar die Vertreibung der drei Millionen Sudetendeutschen als eine Notwendigkeit für die „Sicherheit der Republik" gerechtfertigt, aber es wird auch Kritik an ihrer Durchführung laut. Das KP-Zentralorgan ‚Rude Pravo' schrieb, daß ‚die Aussiedlung auch viele Deutsche betroffen hatte, die keine Faschisten waren'. Und es räumte ein: Es kam zu ‚Übergriffen — um so eher, weil die Aussiedlung oft von Menschen durchgeführt wurde, die mit den lokalen Verhältnissen nicht vertraut waren'.

Im Prager Rundfunk wurde klargestellt, daß die ‚Umsiedlung im Interesse des Friedens war'. Europa könne auch darum im Frieden leben, ‚weil die Frage der Sudetendeutschen in der Tschechoslowakei gelöst wurde'. Das schlechte Gewissen, das mit der Diskussion über die Notwendigkeit und Durchführung der Vertreibung geweckt wurde, soll jetzt wohl damit beschwichtigt werden, daß man der Vertreibung den Weltfrieden entgegenhält.

Trotz der ungewöhnlichen Bereitschaft, eigene Fehler wenigstens teilweise einzugestehen, sucht man nach Schuldigen dafür, daß sich die Tschechen und Slowaken mit der Vertreibung beschäftigen. Wie andern kann das ausgehen: Verantwortlich sind nach Ansicht des Prager Rundfunks die ‚revanchistischen Kreise der Bonner Regierung, die Sudetendeutsche Landsmannschaft und die reaktionäre tschechoslowakische Emigration'. Gleichzeitig schob er die Vertreibung den Siegermächten in die Schuhe. Denn diese hätten in Potsdam über den ‚Transfer' entschieden."

(aus „Sudetendeutsche Nachrichten")

Egerländer Weihnacht im Bayerischen Rundfunk

In der Sendereihe „Am Abend in der Stuben" wird am Freitag, 20. Dezember 1985, von 18.30 - 18.55 Uhr im 1. Programm die

„Egerländer Weihnacht" — Erinnerungen an die Christkindlzeit

mit SEFF HEIL wiederholt. Das Manuskript für diese Sendung wurde von Herta Huber und Seff Heil abgefaßt. — Macht alle Landsleute darauf aufmerksam und schreibt eine Dankeskarte an den Bayer. Rundfunk, Abteilung Volksmusik, Rundfunkplatz 1, 8000 München 2.

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