Schlaggenwälder Heimatbrief — Folge 181
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Už není taková, jaká bývala

Sie ist nicht mehr, wie sie mal war!

Vor kurzem kam ein Freund zu mir,
„Schau her", sprach er, „ich bringe dir, ——
geborgen selbst mit eig'ner Hand,
dies kleine Stück lieb Heimatland.

Es wuchs geduckt im tiefen Gras
beim Glockenturm, abseits etwas,
Pflanz du es hier an diesem Ort,
dir blüht es bald zur Freude fort!

Betrachte ich das Blümlein so,
denk ich daran, als es noch wo
vorm alten Kreuz, am schiefen Stein,
gestanden war, daheim allein.

Das Elternhaus seh' ich im Grund
verfallen fast, durch Jahre wund,
die Fenster schwarz und lebensleer,
kein frohes Lied singt drinnen wer.

Einst hat man dort geweint, gelacht,
auf Gott vertraut, den Tag, die Nacht.
Heut noch von den Haustürstufen
hör ich meine Mutter rufen.

Vater hör ich „Böiwarl" sagen,
sogar nach der Schule fragen,
Schwesters Stimmchen hör ich klingen,
selbst die Wanduhr ticktack schwingen.

Wie packt mein Herz da neu die Qual
bei solchem Blick ein jedes Mal,
ich möchte schrei'n, darf es nicht tun,
muß weiter still in Trauer ruh'n.

Geh' du nicht hin, schau dir nicht an,
was man der Heimat hat getan,
bewahr ihr Bild, so wunderbar,
sie ist nicht mehr, wie sie mal war!

Hermine Walter, geb. Palm

(Unserem guten Freund, Herrn Anton Schmieger, zum Dank geschrieben).

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