Vom Turnlehrertreffen der ehemaligen Turnschule Asch
In der Zeit vom 17. — 24.5. d. J. trafen sich zum fünften Mal die Turnlehrer der Ascher Turnschule in Holz bei Reutte in Tirol. Mit dabei waren auch die Ehefrauen und Witwen der gefallenen und verstorbenen Turnlehrer.
Die Tage verliefen in guter alter Traditionsgemeinschaft. Die Gipfelstürmer werden altersbedingt von Jahr zu Jahr weniger. Der Zahn der Zeit nagt an Knie- und anderen Gelenken und so wurden mehr Wanderungen unternommen. Regenstunden und die Abende füllten sich mit Singen, Vorträgen, Aussprachen und sogar Volkstanz. Eine Ausstellung von Freizeitarbeiten, die von einem zum anderen Mal reichhaltiger und fachgerechter wird, zeigte Aquarelle, Ölbilder, Schnitz- und andere kunsthandwerkliche Arbeiten. Erstaunlich was an gestalterischen Kräften frei geworden ist, seit der Alltag nicht mehr so drückt.
Ein besonderes Anliegen war allen Beteiligten die Dokumentation unserer Vergangenheit. In Zeitungsartikeln und Sonntagsreden über — „40 Jahre danach" — taucht immer wieder das Wort „Vergangenheitsbewältigung" auf und Fragen sind nur allzu berechtigt. Wie sehen wir sudetendeutsche Turner unsere Vergangenheit? Was war unser Streben? Waren unsere Anschauungen Utopie, die mit dem Jahr 1938 ein jähes Ende fanden? Unser Eintreten für Volk, Heimat und Vaterland, war es auch Utopie? Was hielt uns zusammen und warum?
Es ist höchste Zeit unsere Vergangenheit festzuhalten, wenn wir nicht mit einem abwertenden, ironischen Lächeln vergessen sein wollen. Erste wichtige Schritte sind getan mit Archiv und wissenschaftlichen Arbeiten über den Deutschen Turnverband. Das genügt aber nicht! Turnerinnen und Turner, bringt die Geschichte Eueres Turnvereins zu Papier — wenigstens Gedanken zu Begebenheiten, die Ihr selbst erlebt habt. Haltet fest, was in Euerer Erinnerung noch vorhanden ist!
Schon im Turnerbrief 4/82 wurde aufgerufen und dort ist nachzulesen, worauf es ankommt. Traurig, immer wieder hören zu müssen, was an Nachlässen auf dem Müll gelandet ist. Erinnerungen, die wir dringend benötigt hätten, sind so für immer verloren.
Der Sprechwart unserer Arbeitsgemeinschaft, Turnbruder Eduard Burkert, Schwerterstr. 201, 4600 Dortmund 1, wird jede ihm zugeschickte Unterlage und Niederschrift annehmen und einordnen. Das Fundament der Gegenwart ist die Vergangenheit. Unsere Kinder und Enkel haben ein Anrecht auf unsere Gedanken, Anschauungen, Erlebnisse und Erfahrungen.
Turnschwester Elsa Schott
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Einladung zum Kirchweihtanz mit volkstümlichem Erntedank der Egerländer Gmoi in München
Einladung
zum Kirchweihtanz mit volkstümlichem Erntedank
der Egerländer Gmoi in München
Am Samstag, dem 19. Oktober 1985, um 19 Uhr findet im großen Festsaal der Mathäser-Bierstadt (Eingang Zweigstraße) die seit vielen Jahren bekannte „Eghalanda Kirwa" statt. Eingeleitet wird diese vielseits beliebte Veranstaltung mit einem volkstümlichen Erntedank, den unsere Jugend- und Volkstumsgruppe mit Tänzen und Brauchtumseinlagen gestalten.
Die Freunde einer zünftigen Egerländer Blasmusik, die sich den Sinn für volkstümliche Gemütlichkeit erhalten haben, werden sicher auf ihre Kosten kommen.
Wer gerne tanzt, wird reichlich Gelegenheit dazu haben. Die jungen Besucher und die, die es gerne noch sein wollen, wird eine Rhythmuskapelle in Stimmung bringen.
Ohne den zusätzlichen Kauf von Losen kann jeder Besucher an der Verlosung von Kirchweihgänsen teilnehmen, die Eintrittskarte berechtigt dazu.
Eintrittskarten sind im Vorverkauf bei Ernst Schultes, Haberlandstraße 3/II, 8 München 60, Tel. 887265 von 9 bis 18 Uhr zu bestellen. Eintrittspreise: Karten für numerierte Tische im Saal: 12,- DM; Galerie, 1. Tischreihe 8,- DM; Galerie, 2. Tischreihe 6,- DM.
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