Feierstunde, zusammen mit dem Fackelzug, stellt den offiziellen Abschluß des 36. Sudetendeutschen Tages dar, der, allen Unkenrufen zum Trotz, erneut unter Beweis gestellt hat, daß die sudetendeutsche Volksgruppe lebt und daß die sudetendeutsche Volksgruppe alles daransetzt, ihr kulturelles Erbe kommenden Generationen weiterzugeben.
Aus diesem Grunde auch schloß der Sprecher der sudetendeutschen Volksgruppe, Staatsminister Franz Neubauer, seine große Rede auf der Hauptkundgebung mit den Worten ab: „Wir in Stuttgart versammelten über 100.000 Sudetendeutsche erklären, daß wir unsere Bemühungen fortsetzen wollen, um eine internationale Friedensordnung zu erreichen, die dem geltenden Völkerrecht entspricht und die einen Beitrag zu seiner Weiterentwicklung im Geiste des Menschenrechtsgedankens darstellt. Die sudetendeutsche Volksgruppe bekräftigt ihr heimatpolitisches Programm, das ihrer Zukunft, der nationalen Einheit des deutschen Volkes und der Schaffung eines vereinten Europas dient und das auf den Prinzipien des Selbstbestimmungsrechtes, des Rechtes auf die Heimat und des Volksgruppenrechtes aufgebaut ist. ...Dazu stehen wir, darauf arbeiten wir hin!"
„Einigkeit und Recht und Freiheit...", heißt es in unserer Nationalhymne; das sind unsere Leitlinien, zu denen wir uns jetzt und in aller Zukunft bekennen!"
M.R.
Kulturpreisträger 1985 der Sudetendeutschen Landsmannschaft beim Sudetendeutschen Tag in Stuttgart
Kulturpreisträger 1985 der Sudetendeutschen Landsmannschaft beim Sudetendeutschen Tag in Stuttgart
SUDETENDEUTSCHER KULTURPREIS:
Dr. Ernst Schremmer, geboren am 12. Juni 1916 in Troppau, wohnhaft in Esslingen — Kunsthistoriker und Schriftsteller.
Kulturpreis für Schrifttum: Josef Moder, geboren am 7. Juli 1909 in Graslitz, wohnhaft in Kleinostheim — Schriftsteller.
Kulturpreis für Schrifttum: Gerhard Riedel, geboren am 20. Juli 1932 in Warnsdorf/Nordböhmen, wohnhaft in Augsburg — Schriftsteller und Journalist.
Kulturpreis für bildende Kunst: Simon Dittrich, geboren 1940 in Teplitz-Schönau, wohnhaft in Stuttgart — Graphiker und Jllustrator.
Kulturpreis für darstellende und ausübende Kunst: Wolfgang G. Hofmann, geboren am 15. Februar 1944 in Teplitz-Schönau, wohnhaft in Winnenden — Dirigent.
Kulturpreis für Wissenschaft: Prof. Dr. Sophie Anna Welisch, geboren am 7. Juli 1929 in New York/USA, wohnhaft in Congers/USA — Historikerin.
Den Sudetendeutschen Volkstumspreis 1985 erhält: Heinz Kleinert, geboren am 8. Februar 1927 in Volkersdorf, wohnhaft in Steinholz b. Kaufbeuren — Mundartschriftsteller.
Die Buchausstellung am Killesberg in Stuttgart
Die Buchausstellung am Killesberg in Stuttgart
Das Buch der Heimat — Eine Quelle der Heimat
Bundeskulturreferent Direktor Oskar Böse eröffnete die Ausstellung:
Zum 22. Male wird zum diesjährigen Sudetendeutschen Tag in Stuttgart die Ausstellung „Das Buch der Heimat" von der in München ansässigen Europa-Buchhandlung ausgerichtet. Besonderen Dank möchte ich den Mitarbeitern sagen, die die ausgestellten Bücher aus mehr als 120 Verlagen des In- und Auslandes zusammengetragen haben. Dabei sind weder die im Selbstverlag einzelner Autoren erschienenen, noch die der Heimatkreise und -städte vergessen worden. Mein ganz herzlicher Dank gilt unserem Landsmann Dr. Fleißner, der vor kurzem die Europa-Buchhandlung erworben und sich sofort dieser Tradition angenommen hat, um beim Sudetendeutschen Tag eine Buchausstellung auszurichten.
Diese Ausstellung ist jedes Jahr ein Schaufenster unserer Volksgruppe, in welchem sich nicht nur das vielfältige Leben unserer Heimatgemeinschaft widerspiegelt, sondern der Beweis erbracht wird, daß das kulturelle Erbe weiter lebt, gepflegt, entwickelt und in die heutige Zeit gestellt wird.
Wir haben allen Grund, unseren Autoren dankbar zu sein. In ihrem Wirken spiegelt sich unserer Heimat Leben und Leistung, Schicksal und Geschichte wider. Ihre Arbeiten tragen wesentlich mit dazu bei, daß wir unser Bewußtsein als Volksgruppe immer wieder neu gewinnen."
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