Ein Dankeschön
Seit Jahrzehnten erfreut sie mit ihren Beiträgen in jedem Heimatbrief wahrscheinlich weit über tausend Leser aus unserer unvergeßlichen Heimat. Jeder fragte sich, wie auch ich, woher sie es nur nimmt? Dieses fabelhafte Gedächtnis, das bis weit in ihre jüngste Kindheit zurückreicht! Diese Anschaulichkeit in ihrem Ausdruck! Diese lebhafte, doch gezügelte Phantasie! Längst wißt Ihr, wer gemeint ist, nämlich unsere nimmermüde Hermine Walter, geb. Palm. Könnte ich dichten, könnte ich singen, es entstünde „ein Lied von der braven Frau".
Ich kenne sie als Schulmädel, als fürsorgliche und immer hilfsbereite Mutter und Oma, als aufopfernde Ehefrau ihres Gatten Heinz, als untadelige Hausfrau und als angenehmste Gesprächspartnerin. Ich ahnte ihre künstlerische Begabung als Malerin. Umso erstaunter war ich, als ich am Samstag, 17. 11. 1984, in der Ausstellung von Hobbykünstlern in Bubenreuth einige ihrer Bilder bewundern konnte. Meine Ahnung wurde weit übertroffen. Von der Hinterglas- bis zur Guaschmalerei, von Heimatmotiven bis zur phantastischen Komposition historischer Motive ihrer neuen Heimat, alles war einmalige Kunst. Kein Wunder, daß sie während der Dauer der Ausstellung — 2 Tage — dauernd von Bewunderern umlagert war, daß sie nachher heiser war vom Beantworten unzähliger Interessentenfragen.
Ihr Hauptwerk möchte ich versuchen mit meinen dürftigen Worten zu schildern. Ein Bild von etwa 50 x 60 cm, hochgestellt, ist halbiert durch den mächtigen Stamm mit vollendeter Krone, der weithin bekannten Bubenreuther Eiche. Von ihr aus führen Wege nach links in die Darstellung historischer Gebäude der Gründungszeit Bubenreuths, dann sind alte Bauerngehöfte, die Stammkneipe der aus der Zeit Sands, des Kotzebuesmörders, bekannten Burschenschaft „Bubenruthia" mit dem dazugehörigen Fechthäuschen u. a. zu sehen. Nach rechts führen Wege zu bekannten und markanten Gebäuden des jüngeren Bubenreuths, in das Geigen- und Gitarrenbauerviertel der Schönbacher, zum neuerbauten Gotteshaus, zum Geigenbauerdenkmal usw. Im Ganzen eine bewundernswerte, mühevolle und gekonnte Gegenüberstellung von Alt und Neu mit viel Phantasie und echter Kunst.
Verzeih mir bitte, liebe Herma, daß ich Dich so ins „hoffentlich rühmliche Gerede" bringe. Ich spürte einen unwiderstehlichen Drang, Dich in das Licht, das Dir gebührt, zu führen. Gleichzeitig bitte ich Dich, bestimmt im Namen aller Heimatbriefleser, nicht nachzulassen und uns alle mit regelmäßigen Beiträgen aus Deiner Feder weiterhin zu erfreuen.
Anton Schmieger
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Großbetriebspraktikum am „Heiligenhof"
Wie schon seit 27 Jahren, so stellen wir auch im Jahr 1985 vom 1. August oder 1. September Mädchen für ein praktisches, hauswirtschaftliches Großbetriebsjahr ein. Dieses Praktikum ist vorrangig für Mädchen mit Mittlerer Reife gedacht, die es als Vorschulpraktikum für weiterführende Schulen und Berufsausbildung benötigen (Krankenschwestern. Diätassistentinnen, Wirtschafterinnen usw.)
Es können sich aber auch Mädchen melden, die dieses Jahr für sich persönlich als Überbrückungsjahr nutzen wollen. Wir bieten alle Voraussetzungen, die für diese Ausbildung nötig sind. Die Mädchen bekommen eine fachgerechte Anleitung auf sämtlichen hauswirtschaftlichen Gebieten und ein monatliches Taschengeld von DM 230,— neben freier Station und Sozialversicherung.
Freizeit und Urlaub sind geregelt; die Unterbringung erfolgt in Ein- und Zweibettzimmern auf einem eigenen Praktikantinnenflur mit Bad, Dusche usw. (eigener Aufenthaltsraum mit Fernsehapparat). Ein entsprechendes Schlußzeugnis, das bei allen Schulen und Stellen vorgelegt werden kann, wird selbstverständlich ausgestellt.
Bewerbungen mit Lebenslauf (wenn möglich, mit Herkunft der Eltern und Großeltern) und Lichtbild sind an folgende Adresse zu richten: Bildungsstätte „DER HEILIGENHOF", Postfach 1480, 8730 Bad Kissingen.
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