Selbstbestimmungsrecht — unabhängig von Abkommen und Verträgen. Sie erneuern den Anspruch der Sudetendeutschen auf das ihnen entzogene private und öffentliche Eigentum. Diese Forderungen nach Wiedergutmachung der rechtswidrigen Vertreibung können nicht deshalb von minderem Gewicht sein, weil sie stets ohne Androhung oder gar Anwendung von Gewalt vertreten werden.
Das Verhältnis zwischen Deutschland und der Tschechoslowakei kann erst dann als normalisiert gelten, wenn auch die Rechte und Ansprüche der Sudetendeutschen beachtet worden sind.
Der Sudetendeutsche Rat und die Sudetendeutsche Landsmannschaft bekräftigen erneut den Wunsch, das deutsch-tschechische Verhältnis auf der Grundlage des Rechtes und der Gerechtigkeit in eine gute Nachbarschaft und schließlich in eine echte Partnerschaft zu verwandeln. Nicht Trennung, sondern Wiederbegegnung dient dem Wohl beider Völker.
Der Sudetendeutsche Rat und die Sudetendeutsche Landsmannschaft bekennen sich zur Idee eines freien und geeinten Europa, das auch die angestammten Völker in Böhmen, Mähren und Sudetenschlesien wieder zusammenführen wird. Ein auf den Grundlagen des Rechts und der Freiheit entstandenes neues Europa wird ein friedliches Zusammenleben aller Völker und Volksgruppen in ihrem Heimatraum möglich machen und vor allem jungen Menschen die Chance geben, das Sudetenland wieder zu einem gesunden und blühenden Teil Mitteleuropas zu machen.
Initiative zur Dokumentation Sudetendeutscher Aufbauleistung
Der Sprecher der sudetendeutschen Volksgruppe, Staatssekretär Franz Neubauer und der Bundesvorsitzende der Sudetendeutschen Landsmannschaft und Generalsekretär des Sudetendeutschen Rates, Jörg Kudlich, verweisen im Sudetendeutschen Rundbrief vom 28. Juli 1983 auf die Tatsache, daß Politiker aller politischen Parteien bei entsprechenden Anlässen immer wieder versichern, die Vertriebenen, und unter ihnen besonders die Sudetendeutschen, hätten beim Aufbau der Bundesrepublik Deutschland große Leistungen vollzogen und zum „Wirtschaftswunder" erheblich beigetragen, bemängeln aber, daß diese unbestrittene Leistung im Schrifttum der Gegenwart und in wissenschaftlichen Arbeiten nur geringen Niederschlag gefunden hat. Eine systematische Darstellung gäbe es überhaupt nicht.
Die eingangs erwähnten Amtsträger teilen in diesem Zusammenhang mit:
„Deshalb haben wir an den Bundeskanzler Dr. Helmut Kohl, die Ministerpräsidenten der drei süddeutschen Bundesländer Bayern, Hessen und Baden-Württemberg sowie an alle Oberbürgermeister und Landräte in Bayern ein Schreiben gerichtet, in dem wir sie gebeten haben, für ihren Verantwortungsbereich eine Dokumentation über die Aufbauleistung der Sudetendeutschen und der anderen Heimatvertriebenen sowie über ihre Eingliederung erstellen zu lassen. Wir haben zahlreiche zustimmende Antworten erhalten. Wir wollen u. a. erreichen, daß die Archive der Städte, Kreise und ihrer Gemeinden im Sinne des Themas der beabsichtigten Dokumentation ausgewertet werden. Wo dies noch nicht geschieht, werden wir erneut vorstellig werden."
Träger des „Deutschen Kreuzes in Gold"
Nachdem meine Erfassung der Ritterkreuzträger des Sudetenlandes ein so großes Echo gefunden hat — eine überaus große Zahl von Dankbriefen beweist dies —, möchte ich nun auch die Träger des „Deutschen Kreuzes in Gold" aus dem Sudetenland zusammenstellen. Träger dieser Auszeichnung bitte ich, mir das Verleihungsdatum, den Dienstgrad, die Dienststellung, den Geburtsort, Geburtsdatum sowie die Kopie der Verleihungsurkunde einzusenden.
Anton Bartl,
Elkenbachstraße 14
6000 Frankfurt/M. 1
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