Schlaggenwälder Heimatbrief — Folge 177
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Nezapomenutelný výlet na kole do Horního Slavkova (Schlaggenwald)

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erinnerungsträchtig war das alles gerade diesmal für mich. Tante Marie traf ich nicht an, wohl aber meine Cousine Annl (Annl Herzog), deren herzerfrischender Humor auch diese so bedrückende Zeit nichts anhaben konnte. Ein kleiner mit Kaffee verschönter Plausch ließ uns den Ernst unserer Lage ganz vergessen; mit Lachen und guten Wünschen verabschiedeten wir uns. Leider ist dieses so gemütvolle Wesen Jahre später in der neuen Heimat so tragisch ums Leben gekommen. Doch jedem, der sie kannte, wird wohl ihre beglückende und so natürliche Heiterkeit über das Grab hinaus in guter Erinnerung bleiben.

Meine Radfreunde warteten schon ungeduldig. Wir beschlossen ein etwas stilleres Gasthaus aufzusuchen, denn der „Rote Ochsen" schien uns doch nicht recht geheuer, sicher verkehrten dort Angestellte der örtlichen Behörden, die sich für uns interessieren könnten. So wählten wir den „Schönen Bürger", um uns ein frisches Pilsner zu genehmigen. Auch diese so altvertraute Gaststätte war schon in fremden Händen. Als wir den Gastraum betraten, stürzte uns der Wirt entgegen, so daß wir an Hinausschmiß glaubten. Statt dessen umarmte er unseren englischen Freund, als er das englische Fähnchen sah und brüllte ihm ins Ohr: „How do you do? (wie geht es Ihnen?) Unser Freund antwortete erstaunt: „Thank you very much! (Danke sehr!) Als uns zwei andere dann der Wirt etwas fragend ansah, gab uns unser Freund als schweizer Verwandte aus. Das schien den Wirt zu erleichtern, konnte er doch nun mit uns etwas deutsch radebrechen, was sein Nationalbewußtsein nicht zu sehr belastete, denn er sprach ja mit Schweizern deutsch. Wir bemühten uns wohlweislich hochdeutsch zu sprechen, doch hätte jeder sprachgewandte Tscheche den unverkennbaren egerländer Tonfall aus unserer Sprechweise herausgehört. Das hätte ungeahnte Folgen haben können. Daß die wenigen anderen Gäste auch nur über geringe Deutschkenntnisse verfügten, beruhigte uns sehr. Mit einiger Mühe machte uns der Wirt verständlich, daß er im Krieg bei der tschechischen Legion in England gedient hatte und lobte die englische Gastfreundschaft sehr, die er uns, wie er sagte, nun ein wenig zurück entgelten wolle. Als er uns das erste schäumende Pilsner kredenzte, schrie er schon von der Theke aus: How do you do? Unser Engländer antwortete prompt: Thank you very much! Daß er auch den anderen Gästen mit seinen Sprachkenntnissen imponieren wollte, sah man deutlich. Bei jedem Bier, das er uns nun brachte, es waren nicht wenige, leierte er die gleiche Höflichkeitsfloskel herunter, und unser Engländer gab auch immer wieder die gleiche Antwort. Die anderen Gäste amüsierten sich königlich, wir nicht weniger. Als er dann nach kurzem Ausbleiben noch in seiner Legionärsuniform erschien, klatschten die Gäste spontan in die Hände. Wir selbst allerdings etwas verhaltener. Als wir zahlen wollten, nahm er kein Geld und sagte, das sei der Dank für die in England so reichlich genossene Gastfreundschaft. Wir wollten das nicht annehmen, doch er bestand darauf. Als wir uns verabschiedeten, gestand er uns flüsternd, daß er so froh sei, daß unser Engländer kein weiteres englisches Wort zu ihm sprach, denn die Begrüßungsworte, die er gebraucht habe, seien sein ganzer englischer Sprachschatz. Nachdem wir uns lachend verabschiedet hatten, gestand uns auch unser Engländer, daß bei ihm dasselbe zuträfe.

Gern hätten wir das Gesicht des Wirtes gesehen, wenn er erfahren hätte, daß er seine generöse Gastfreundschaft nicht einem Engländer und zwei Schweizern zuteil kommen ließ, sondern drei ehemaligen Wehrmachtssoldaten.

Über das idyllische Dörfchen Gfell und durchs romantische Tepltal radelten wir ungehellt heimwärts. Auch die zwei Radfreunde werden sich gewiß manchmal schmunzelnd an diese herzerfrischende Radpartie nach Schlaggenwald erinnern.

Josef Putz (Dachau)

950 let města Amberg / 30 let partnerství Amberg — Cheb ve dnech 12.–14. října 1984

950-Jahrfeier der Stadt Amberg / 30jährige Patenschaft Amberg — Eger vom 12. - 14. Okt. '84

950-Jahrfeier der Stadt Amberg
30jährige Patenschaft Amberg — Eger vom 12. - 14. Okt. '84

Der Egerer Landtag e.V. — Vorsitzender Prof. Dr. Lorenz Schreiner — wird zu diesem Anlaß ein festliches Programm gestalten, mit einem Kirchenkonzert, mehreren Ausstellungen über Eger und einer Reihe weiterer Festlichkeiten. In einer großen Festsitzung im Stadttheater Amberg werden Vertreter der Bundes- und Landesregierung sprechen. Selbstverständlich ist auch ein großer Volkstumsabend und ein Heimattreffen vorgesehen.

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