Schlaggenwälder Heimatbrief — Folge 175
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Velikonoce ve svatém roce vykoupení 1983/84 – V kříži je naděje a spása

Ostern im heiligen Jahr der Erlösung 1983/84

Im Kreuz ist Hoffnung und Heil

Auf dem Heldenplatz in Wien, einem der schönsten Plätze der Welt, auf dem die Sudetendeutschen bei ihrem Pfingsttreffen in Wien 1983 zu einem machtvollen Gottesdienst und zu einer großen Kundgebung versammelt waren, feierte der Heilige Vater Papst Johannes Paul II. im Rahmen des österreichischen Katholikentages und seines Besuches in Wien mit vielen zehntausenden Katholiken eine beeindruckende Europavesper. Da diese mächtigen Feiern vom 10. bis 12. September auch in das Jubeljahr der Erlösung 1983/84 fielen, hatte man als Symbol und Abzeichen das Zeichen des Kreuzes im Anker stehend gewählt. Die Arbeiter der Steyrwerke hatten 400.000 dieser Kreuze gegossen, die dann bei den Feiern verteilt wurden.

Im Ablauf der Europavesper wurde auf diesem geschichtsträchtigen Platz ein großes Bronzekreuz errichtet, wobei der Heilige Vater symbolisch bei der Aufrichtung mitgeholfen hat; heute schon wird es das „Papstkreuz" genannt. Die Ansprache des Papstes bei dieser Feier war eine Botschaft des Friedens und eine Theologie des Kreuzes als Zeichen der Hoffnung und des Heiles. Er begann mit dem Friedensgruß des Herrn: „Der Friede sei mit Euch! Friede dieser Stadt! Dem Lande Österreich und allen seinen Nachbarn im Norden, Süden, Osten und Westen! Friede allen christlichen Kirchen! Friede allen Menschen, die den einen Gott verehren und ihm ihre Geschichte demütig anvertrauen." Er meinte den Frieden, der aus der Seite dessen kommt, der am Kreuze erhöht, alle an sich zieht.

Und der Papst sagte in seiner Ansprache weiter: „Diese Europavesper lenkt unseren Blick über alle natürlichen nationalen und willkürlichen Grenzen hinweg auf ganz Europa und alle Völker dieses Kontinents, in dessen Mitte Österreich liegt." Die weiteren Ausführungen des Papstes über eine Theologie des Kreuzes in 5 wichtigen Thesen: Kreuz besagt, das Leben für den Bruder einsetzen, um es zusammen mit dem seinen zu retten. Kreuz besagt: Liebe ist stärker als Haß und Rache. Sich selbst einsetzen bewirkt mehr als bloßes Fordern. Kreuz besagt: Liebe kennt keine Grenzen, beginne mit dem Allernächsten und vergiß nicht den Fernsten. Kreuz besagt: Es gibt kein Scheitern ohne Hoffnung. Kreuz besagt: Gott ist immer größer als wir Menschen, Leben ist stärker als der Tod. Und der Papst schließt mit der Mahnung: „Liebe Brüder und Schwestern! Betet, wie es die Christen in der Türkennot des Jahres 1683 getan haben! Betet für den Frieden der Welt! Der geistige Kampf für ein Überleben in Frieden und Freiheit verlangt den gleichen Einsatz und Heldenmut, die gleiche Opferbereitschaft und Widerstandskraft, durch die unsere Väter damals Wien und Europa gerettet haben."

Wenn mein Osterbrief in den Heimatblättern in Ihre Hände kommt, wird es Ostern 1984 sein und dann geht das Heilige Jahr der Erlösung zu Ende. Ich möchte deshalb schließen mit einigen Fragen, die auch Nägel ins Gewissen sind. Es sind die einfachen Fragen eines Pfarrers und Seelsorgers, denn mein Auftrag für die Volksgruppe ist ein Auftrag der Seelsorge. Ich darf deshalb wohl das persönliche Du der Anrede bei meinen Fragen gebrauchen!

Welchen Stellenwert hatte das Kreuz in diesem Heiligen Jahr des Kreuzes in Deiner Frömmigkeit, in Deinem Beten, in Deinem christlichen Lebensbeispiel? Beginnst Du jeden Tag, den Gott Dir schenkt und beendest Du jeden Tag im Zeichen des Kreuzes? Hat das Kreuz in Deiner Wohnung und in Deinem Haus noch einen bevorzugten Platz, an dem Du dort allein oder mit Deiner Familie beten kannst? Das christliche Haus braucht den Herrgottswinkel! Segnest Du Deine Kinder, die kleinen und die großen, mit dem Zeichen des Kreuzes? Segnest Du noch Dein Haus im Zeichen des Kreuzes, wie es Deine Eltern an Dreikönig oder an Ostern getan haben bei der üblichen Haussegnung? Welche Bedeutung hat heute in einer geistig gewandelten Zeit das Bußsakrament, das seine

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