Höchste Auszeichnungen für Edmund Breitfelder
Unermüdlicher Einsatz für Mitbürger
Speichersdorf. (br) In einer Feierstunde im Gasthof Imhof wurde am Samstag, 1. Okt., dem Gründungsmitglied und Ehrenvorsitzenden des Ortsvereins in der Arbeiterwohlfahrt, Edmund Breitfelder, die höchste Auszeichnung des Bezirksverbandes, die goldene Ehrenspange, verliehen. In den vielen Worten des Dankes und der Anerkennung kam zum Ausdruck, daß Edmund Breitfelder sich stets selbstlos für gute Zwecke eingesetzt habe.
In einem kurzen Rückblick betonte Ortsvereinsvorsitzender Himsel, daß Breitfelder bereits seit 1926 der AW angehört. Zunächst war er in seiner früheren Heimat Schlaggenwald/Eger in der AW aktiv. Als er 1946 nach Speichersdorf kam, gründete er mit einer handvoll Männer noch im selben Jahr einen Ortsverband. Breitfelder war viele Jahre Vorsitzender des Ortsvereins, Kassier und Schriftführer. Von 1960 bis 1966 gehörte er auch dem Gemeinderat Speichersdorf an.
Große Anerkennung, so führte der Vorsitzende aus, erwarb sich das Gründungsmitglied im Rahmen der Kinder- und Altenerholung. Himsel betonte zum Abschluß, daß Breitfelder stets ein Idealist war und sich selbstlos für eine gute Sache eingesetzt habe.
2. Bürgermeister Georg Herath betonte, daß der langjährige Vorsitzende viele Stunden für die AW geopfert habe. Deshalb habe der Gemeinderat einstimmig beschlossen, ihm in einer seiner nächsten Sitzungen die höchste Auszeichnung der Gemeinde Speichersdorf, die goldene Bürgermedaille, zu verleihen.
Der AW-Kreisvorsitzende Martin Pohl hob hervor, daß Breitfelder ein Idealist sei, wie man ihn heute kaum noch finde. „Ohne viel Worte, hat er durch Taten überzeugt und war stets eng mit der Arbeiterwohlfahrt verbunden. Sein Einsatz für die AW über 50 Jahre, sei sein Lebensinhalt gewesen, betonte Pohl. Als Zeichen des Dankes und der Anerkennung überreichte er Breitfelder eine Flasche Wein und an die Gattin einen Blumenstrauß.
Bezirksvorsitzender Helmar Dengscherz hob hervor, daß er gerne nach Speichersdorf gekommen sei, um einen Mann zu ehren, der über viele Jahrzehnte hinweg im Dienst am Mitbürger gestanden habe. Nach einem kurzen Rückblick auf die Gründung der Arbeiterwohlfahrt informierte der Bezirksvorsitzende über die Einrichtungen der AW in der freien Wohlfahrtspflege und im sozialen Dienst.
Mit der Verleihung der goldenen Ehrenspange und der Überreichung der Urkunde durch Dengscherz an Edmund Breitfelder fand der Nachmittag seinen Höhepunkt. Der Ortsverein hatte eine weitere Ehrung parat: Auf einstimmigen Beschluß in der Jahreshauptversammlung wurde das Gründungsmitglied zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Werner Himsel überreichte neben einer Ehrenurkunde einen Bayernteller aus Zinn.
Im Namen des Seniorenclubs gratulierte Krieger. Auch der SPD-Ortsverein mit Vorsitzendem Erwin Munker würdigte die Arbeit des treuen Mitglieds Edmund Breitfelder. Helga Holzheu wartete anschließend mit einem Gedicht auf, das in heiterer Form die unermüdliche Arbeit des Geehrten widerspiegelte. Der offiziellen Feier schloß sich ein gemütlicher Nachmittag an. —
Bürgermedaille in Gold
SPEICHERSDORF. Zur Gemeinderatssitzung am Montagabend waren auch Edmund Breitfelder und seine Gattin eingeladen. Wie Bürgermeister Franz Scherm in seiner Ansprache sagte, wolle der Gemeinderat den bereits vor geraumer Zeit gefaßten einstimmigen Beschluß vollziehen, Edmund Breitfelder in Anerkennung seines selbstlosen Dienstes an seinen Mitbürgern die höchste Auszeichnung zu verleihen, die die Gemeinde vergeben kann: die Bürgermedaille in Gold mit Urkunde.
Edmund Breitfelder war bereits am 1. Oktober durch den Bezirk Ober- und Mittelfranken der Arbeiterwohlfahrt mit der goldenen Ehrenspange ausgezeichnet worden. Wenn die Gemeinde Speichersdorf ihren Bürger, auf den sie stolz sein kann, ebenfalls ehre und auszeichne, sei dies nur ein bescheidener Dank für all das Gute, das Edmund Breitfelder seit 1946, als er als Heimatvertriebener nach Speichersdorf kam, für seine Mitbürger tat. Ein Mann, der nie ein Aufhebens um seine Person machte, der stets in Stille und Anonymität wirkte und Lob von sich wies, solle einmal aus seinem bescheidenen Dasein herausgestellt werden und öffentlich Dank und Anerkennung erhalten.
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