Liebe Landsleute!
Liebe Landsleute!
Für die eingegangenen Spenden zum Fortbestand des Heimatbriefes und für unsere alten Landsleute nehmt bitte mein herzlichstes Dankeschön entgegen. Es wird wieder möglich sein in der Weihnachtszeit recht viel Freude zu bereiten durch die Zusendung eines Paketes oder Blumenstraußes, als ein Zeichen, daß wir uns mit ihnen verbunden fühlen und unsere alten Landsleute, auch die in der DDR lebenden, nicht vergessen wollen.
Pfingsten ist vorbei. Für viele waren die Tage des Wetters wegen eine Enttäuschung. Nun am Wetter läßt sich nichts ändern. So manches Vorhaben dürfte unausgeführt geblieben sein. Nun das sollte uns nicht entmutigen, denn in nur noch kurzer Frist werden sich unsere Landsleute beim Schlaggenwalder Treffen in Kahl einfinden und eine gemütliche Plauderei halten. Freude über das Begegnen wird bei allen aufkommen. Man wird wieder manchen Landsmann oder eine Landsmännin sehen, die man nicht sofort erkennen wird. Darum geniert Euch nicht ja zu fragen: Wer bist Du? Die Ausrede, ich kenne ja niemand mehr und deshalb bleibe ich diesen Zusammenkünften fern, ist nicht fair gegen die Landsleute. Jeder freut sich über den Händedruck eines lange nicht gesehenen Landsmanns. So manche vergessene Freundschaft wurde dabei wieder erneuert.
Es dünkt einem, als wäre es erst gewesen, wo wir in der Patenstadt Auerbach beisammen waren, und doch sind wir um zwei Jahre älter geworden. Darum sollte man die Zeit nutzen, die uns eine Zusammenkunft gewährt. Mit Freunden und Bekannten zu reden, vom einstigen Daheim zu erzählen und alte Erinnerungen aufzufrischen, macht es wert, dabei zu sein. Nur aus dem Vergangenen nehmen wir die Kraft uns zu behaupten. Das Erleben gab uns die Erfahrung, diese ließ vieles meistern, und aus ihr kam die Kraft den Aufbau einer Existenz zu gewährleisten. Es dürfte daher bei vielen Landsleuten kein großes materielles Opfer sein, die Reise nach Kahl anzutreten. Die Wiedersehensfreude lohnt reichlich dafür. Bedenkt, daß es vielleicht das letzte Treffen sein könnte. Wir, die wir uns ja meistens zusammenfinden, sind nicht mehr so jung noch große Wege machen zu können. So sollten sich alle am Kahler Treffen beteiligen, solange Kraft und Wille noch in uns sind.
Das Lokal unserer Zusammenkunft ist unmittelbar neben der Kirche. Obwohl ich es wiederholt bekanntgegeben habe, wird immer noch angefragt. Das zeigt mir, daß man den HB nicht liest. Wer an den Gottesdiensten teilnehmen möchte, kann die Hauptmesse um 10 Uhr besuchen.
Der Herausgeber
Richard Brummeissl
Liebe Landsleute! Besucht zahlreich das
8. Schlaggenwalder Treffen in Kahl am Main
am 16. und 17. Juli 1983 im Pfarrheim
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