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trägt.
Marken 1918 - 1938
Der Katalog Český Porcelán datiert die Marke Nr. 43 in die Zeit von 1918 - 1922, eine für mich unüberprüfbare Feststellung. Auf die Problematik der genaueren Datierung der Marke Nr. 41 (bzw. 42) habe ich bereits hingewiesen.
Es steht außer Frage, daß die mit dem Zusatz CZECHOSLOVAKIA bezeichneten Marken aus der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg stammen müssen. Die Markenbilder von Schlaggenwald und Chodau entsprechen einander nun meist, bis auf die alternierenden Buchstaben S (für Schlaggenwald) und C (für Chodau).
Marken ab 1938
In diesem Jahre wurden zwei Marken angemeldet (ein S mit zwei Bäumen und Krone sowie H & C CH mit zwei Bäumen) und 1943 registriert. Es sind dies die spätesten mir bekannten Marken von Schlaggenwald (Markentafel B, Nr. 55, allerdings ohne die Zusätze links und rechts sowie ohne das MADE IN CZECHOSLOVAKIA) und Chodau (Nr. 56).
Sonderfälle
Die Kombination von Fabriks- mit Händlermarken kommt auf Porzellan immer wieder vor; mir wurden bezüglich Schlaggenwald erst zwei — von sicher vielen — Fällen bekannt: die Schlaggenwald-Marke mit jener von Klammerth/Graz (Nr. 39) bzw. mit jener von Giessl & Czeika/Wien (Nr. 49).
Als Sonderfall ist wohl auch die Jubiläumsmarke (Nr. 53) anzusehen; erst ein einziges Mal fand ich die spezielle Marke für Schlaggenwalder Kunstporzellan (Nr. 54). Der Stern bei den Marken Nr. 57 und 58 ist noch ungedeutet.
Weitere Kennzeichen auf Schlaggenwalder Porzellan
Jahresstempel auf Schlaggenwalder Porzellan gab es laut Pazaurek von 1817 bis 1860; Meyer erwähnt als ältesten ihm bekannten Jahresstempel jenen von 1819.
Eingepreßte Nummern und römische Buchstaben (A, B, C, V) könnten laut Meyer Dreher- und Formerzeichen sein.
Dessinnummern „bis weit über 500 — in Gold oder anderen Farben — finden sich häufig" (Meyer, S. 76).
Auf Schlaggenwalder Porzellan des 20. Jahrhunderts, vor allem der Zwischenkriegszeit, fand ich häufig eingestempelte Zahlen; dabei handelt es sich wohl um Modellnummern (Formnummern), während aufgemalte Zahlen wahrscheinlich als Dekornummern zu deuten sind.
Egerländer Bethlehem
Oa(n d Wänd håut sich da Üasl druckt,
da Ochs is untern Truagh äigruckt,
sua håbm sie für döi Nåcht
die gånza Bruck frei gmåcht.
Sånkt Josef findt grod äiringwåu
an-n truckna Büschl Howerstråuh
u håut — sua gäiht döi Gschicht —
a Lieghastoot hergricht.
U sua håut unna Jesulein,
schäi(n zwischa Ochs u Esulein,
treuherzig gschaut u glåcht
u d Leut glücksölig gmåcht.
Otto Zerlik
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