Schlaggenwälder Heimatbrief — Folge 159
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Různá sdělení: setkání v Kahlu am Main a v Speichersdorfu, prosba o dárcovství i o hlášení změn

Darauf hinweisen möchte ich, daß bei einem Rückstand von mehr als 3 HB ich keinen mehr zuschicke. Ich muß dem Drucker sofort nach Lieferung die Kosten abführen. Es kann mir auch nicht zugemutet werden, daß ich für derartige Säumnisse Verständnis aufbringen soll. Ich bin soweit entgegengekommen, daß ich jeden 2. HB in Rechnung stelle, damit die Postgebühr besser ausgenutzt werden kann. Mehr kann ich nicht verkraften. Dank der reichlichen Spenden von Landsleuten ist es überhaupt noch möglich den Heimatbrief in der jetzigen Form herauszugeben.

Ein aufrichtiges „Dankeschön" für die Spenden zum Erhalt des Heimatbriefes. Es zeigt mir, daß vielen Landsleuten unser Heimatbrief noch ein echtes Anliegen ist.

RICHARD BRUMMEISSL

Zusammenkunft der Schlaggenwalder in Speichersdorf

Am 1. Juni 1980 findet die Zusammenkunft der Schlaggenwalder im Raume Bayreuth in der Gastwirtschaft „Imhof" in Speichersdorf statt. Ich hoffe, daß sich recht viele Schlaggenwalder aus dem dortigen Gebiet am Treffen der Landsleute in Kahl am Main am 31. 5. und 1. 6. beteiligen.

Der Herausgeber des Heimatbriefes

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Inflace 1923

Inflation 1923

Wie ich noch ein Schulbub war,
es is schu her e schöns por Jahr,
da war in Sachsen Inflation,
für die Pascha Hochsaison.
Leit un Kinner, Mann und Maus,
alles rennt zum Städtle naus.
Für su fünf, sechs Tschechenkronen
kriegte mer Mark e por Millionen.
Was ma sieht, des kaft meh ei,
es kummt alles dann in Rucksack nei.
Leit un Kinner, o du Graus,
wie schauts nachher im Rucksack aus!
Pittling, Soda, Marmelad,
dürre Tschwatschich, Putzpomad,
Fliegenfänger, Paradeis,
Rollmops, Kaasle, Gries und Reis,
Ziemet, Quark, Kaffee und Salz,
Pumpernickel, Schweineschmalz,
Quarkle, Seif un Oelsardinen,
Mizenkugeln un Apfelsinen,
Heringsschnitzel in der Büx,
Saure Gurken, Stiefelwix,
Bärendreck un Franzbranntwein,
all dès kimmt in Rucksack rein.
Ene Towakspfeif fürn Vatter,
für die Mutter Schokolade.
Enen Rock für unsere Trudel,
für die Wawa Apfelstrudel.
Schnupftowak für meinen Pot,
Nix meh jetzt! Jetzt ham mer sot!

Doch bevor mer ham zu sei,
mach mer noch ins Kaffeehaus nei.
Vier, fünf Schamrolln mit Kakau,
der Ed der schwitzt schun wie e Sau,
un draufnauf e groß Stück Tort,
nacher mach mer aber endlich fort.
Do sogt mei Freind, der klene Fred:
Rauch meh net noch a Zigarett?
Der Ed, der wird das bald bereie,
auf der Bruck scho muß er speie,
und nach Tschopn floß indessen
alles wos der neigefressen.
Wie meh forsch durch en Wald maschiere,
tut sich bei mir im Bauch was rühre.
Nun gschwind nei in die Fichten,
daß ich kon mein Zeich verrichten,
oder es ging zu galing lous,
leider, direkt nei in mei Hous!
Die andern warn schu fortgetoppelt,
ich bin hinten nachgezoppelt!
Un daham, dös war a Graus,
wie sah dös in mein Rucksack aus.
E por Tüten worn zerrissen,
alls war kreiz un quer geschmissen,
die Pfeif war voller Marmelad,
aufgeweicht die Schokolad.
Alles guckt in den Rucksack nei,
un dös wor alles a anziger Brei.
Do wor die Enttäuschung groß:
Die Inflation wor in meiner Hoos!!

Heute kommen die „Pascha" mit Autobussen von drüben nach hüben und kaufen alles was es zu kaufen gibt. Nur mit dem Unterschied, sie werden bei der Grenzkontrolle erst nach Geld und dann nach der Einkaufsware kontrolliert und geschröpft.

Hoffentlich bleiben wir von so einer Inflation verschont.

M. Kuhn

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