Schlaggenwälder Heimatbrief — Folge 156
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Malá historka z dětství

Eine kleine Kindergeschichte

[obr] „Der schöina Bürcha" — war bekannt wegen seiner guten Küche!

Als wir Kinder waren, durften wir keine „schlechten Wörter" zueinander sagen. Wenn eines einmal rausrutschte, mußten wir in der Ecke knien. Das war gar nicht so leicht, wenn man so knochige Knie hatte wie mein Bruder Günther und ich. Man darf nicht vergessen, daß es auch noch keine Teppichböden gab.

Einmal kam Günther, der so drei Jahre alt war, vom Dickla heim. Onkel Pep hatte einen Eber und da kamen auch die anderen Bauern mit den Zuchtsäuen zum Zulassen.

Mein kleiner Bruder schnappte zum ersten Mal ein Wort auf, das er gleich anbringen mußte. Er kam zur Tür rein und sagte laut: „Christl du bis a S . . .!" Mein Mund blieb offen und ich konnte kein Wort rausbringen. Meine Augen mußten entsetzlich blicken, denn Günther sagte ganz schnell: „Soch nix da Mutter, soch nix da Mutter, ich knöi(n mi scho(n".

Es wäre alles nicht so schlimm gewesen, wenn nicht meine Mutter nach dem Mittagessen nach Schlaggenwald gegangen wäre, um Verschiedenes einzukaufen. Günther ließ sich aber nicht abweisen und blieb in der Ecke knien.

Stunden vergingen, als Vater erst vom Felde nach Hause kam.

Er fragte mich: „Wos håut denn der gmacht?"

„Er håut a schlechts Woart gsocht", sagte ich.

„Stäih holt af, håst lång gnåuch knöit", brummte der Vater.

Aber Günther war nicht zu bewegen, er kniete bis Mutter heimkam. Denn die Mutter war diejenige, die strafte und auch diejenige, der wir versprechen mußten, es nicht mehr zu tun.

Christl Fechter

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