Schlaggenwälder Heimatbrief — Folge 156
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Když jsem naposledy viděla svou vesnici

Als ich das Dorf zum letzten Male sah

[obr] Blick von der Leßnitzgasse zur Kirche St. Georg

Nun jährt es sich bereits zum vierunddreißigsten Male, daß ich von der Stätte meiner glücklichen Kindertage Abschied genommen habe. Dieses kleine Dorf am Berghang, wo ich einst so unbeschwert fröhlich sein konnte, wo mir meine gute Großmutter so viel unvergeßlich Schönes für das Leben mitgegeben hatte, sollte ich zum letzten Male sehen.

Obzwar die alte Frau beim Ende des zweiten Weltkrieges schon fast sieben Jahre auf dem Friedhof in Schlaggenwald lag, zog es mich immer wieder zu meinem kleinen Stück Heimat zurück, wenn gleich mich dabei auch Wehmut begleitete, denn ich fühlte den Verlust um einen lieben Menschen gerade dort am meisten.

Als 1945 überall die deutsche Front zusammengebrochen war und mit den fremden Heerscharen noch schrecklichere Not, als sie ohnehin schon war, über unser Land kam, sann man oft verzweifelt darüber nach, womit man den quälenden Hunger stillen könnte. Selbst kleine Kinder hatten damals seit Wochen keinen Tropfen Milch mehr bekommen, und auch mein Sohn weinte sich manchmal vor Schwäche in den Schlaf.

Da faßte ich den Entschluß, nach Gfell zu gehen, um dort vielleicht etwas Eßbares zu erbitten. Zwar war mein Unternehmen voller Gefahren, denn man durfte den Wohnort nur im Umkreis bis zu 5 km verlassen, man mußte außerdem um 20.00 Uhr im Hause sein, und es waren überall russische Soldaten. Aber die Sorge um mein Kind machte mir Mut. Schon

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