Schlaggenwälder Heimatbrief — Folge 151
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Dopis vydavatele: poděkování, sbírka na pomník v Auerbachu a vzpomínky na fašank a Velikonoce

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frühen Jahreszeit noch einen heftigen Schneefall gegeben. Aber trotzdem war der Hafer in der Schüssel kräftig aufgegangen, und das fette saftige Grün leuchtete vom Ofen herab. Es gab wohl kein Haus, in dem nicht eine Haferschale angesät war, der den Osterhasen aufgenommen hätte. Da saß er nun in der Mitte des Hafers und rundherum lagen die bunten roten, blauen, gelben, violetten und grünen Ostereier. Wie leuchtete diese bunte Pracht aus manchem Fenster heraus? Das Eierfärben gehörte mit zu den schönsten Österbräuchen, genau wie das Osterlaibchen-Backen. Heute kann man das alles ohne viel Mühe in den Geschäften erwerben. Und auch diese Bräuche sind ausgelöscht. Man gibt sich vierlerorts nostalgisch — aber nur in Wertsachen. Das gibt keine Arbeit, weil man sie kaufen kann. Wer will denn heute noch von der kostbaren Freizeit ein wenig für die alten Bräuche abzweigen?

Die Jugend von heute ist unter ganz anderen Verhältnissen groß geworden, als es zu unserer Zeit gewesen ist. Auch sind die Familienbande nicht mehr so fest geknüpft wie damals und die Erziehungsmethoden sind lockerer. Wer bekommt heute noch solche Prügel für einen Streich, wie wir sie gefaßt haben und ich muß gestehen, diese haben manchmal Wunder gewirkt. Auf alle Fälle gab es in den letzten Generationen nicht so ein großes Aufmucken, das zum Terror ausgeartet ist, wie heutzutage. Es war eine friedlich aber auch eine arme Zeit für viele von uns, und trotzdem denken wir gerne daran zurück. Die Vermischung der Landsleute ist ein weiterer Grund, die das Versinken der alten Bräuche vorantreiben. Aber wer kann schon die Zeit aufhalten. Wir sind eben auf dem Wege des Fortschritts und da gibt es kein zurück. Hoffentlich werden die großen Taten der Atomforschung nicht einmal zur Katastrophe. Der herabgefallene Russensatelit sollte allen Politikern zu denken geben.

Ich will aber hier den Faden nicht zu weit spinnen. Denn Osterzeit ist Auferstehung und daran sollten wir hier auf Erden denken. Es ist ein Fest, das uns hoffnungsvoll in die Zukunft schauen lassen sollte. Denn mit dem Höhersteigen der Sonne verspüren wir die wohltuenden warmen Strahlen. Diese wiederum geben uns die Kraft zu neuen Unternehmungen.

Daß sich Letzteres bei allen Lesern des HB recht bemerkbar machen möchte, wünsche ich – nebst recht freundlichen Ostergrüßen – allen Landsleuten.

Euer Richard Brummeissl

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Sudetoněmecké hudební dny 1978

Sudetendeutsche Musiktage 1978

Vom Ostermontag, dem 27. März 1978 (Anreisetag) bis zum Samstag, den 1. April 1978 (Abreisetag) finden zum erstenmal Sudetendeutsche Musiktage in der Abtei der Benediktiner in Rohr/Niederbayern statt.

Eingeladen sind alle Musikliebhaber, Sing-, Chor- und Orchesterleiter, Musikpädagogen, Studenten und Schüler (Mindestalter 16 Jahre).

Auf den Musiktagen werden u. a. täglich Referate namhafter Musikwissenschaftler und Musiker gehalten, mehrere sudetendeutsche Komponisten werden sich mit ihren Werken vorstellen, in gemeinsamer praktischer Arbeit werden alte und neue Werke der Chor- und Orchesterliteratur erarbeitet. Das genaue Programm wird den Teilnehmern nach erfolgter Anmeldung zugeschickt. Die Gesamtleitung hat der Komponist und Musikerzieher Widmar Hader.

Die Unterbringung findet im Internat der Abtei und in nahegelegenen Gasthöfen statt. Fahrtkosten 2. Klasse Bundesbahn werden unter Berücksichtigung aller Ermäßigungen (z. B. Seniorenpaß, Schüler- und Gruppenfahrten u.ä.) ersetzt. Unterkunft und Verflegung sind frei. Der Teilnehmerbeitrag beträgt DM 50,— pro Person. In sozialen Härtefällen und bei mehreren Teilnehmern aus einer Familie ist Ermäßigung möglich.

Anmeldung mit Angabe des Berufs, der Stimmlage, bzw. Instruments und Angabe, ob Mitwirkung in Chor- oder Instrumentenkreis bitten wir bis spätestens 1. März 1978 zu richten an:
Sudetendeutsche Landsmannschaft — Bundesverband
Kultur- und Volkstumspflege — Arnulfstraße 71, 8000 München 19.

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